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14.11.2012
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Verbesserte Jahresprognose
RWE schafft mehr Gewinn als befürchtet

RWE Zentrale in Essen: Hoffnung für 2012

RWE Zentrale in Essen: Hoffnung für 2012

Die Profiterwartung in den Chefetagen der deutschen Energieriesen ist bescheiden geworden, und so ist diese Ankündigung von RWE fast eine Erfolgsmeldung: Der Ruhrgebietskonzern rechnet im laufenden Jahr mit einem Gewinn mindestens auf Vorjahreshöhe. Der RWE-Aktienkurs steigt.

Essen - Der Energiekonzern RWE hat sich nach Zuwächsen in den ersten neun Monaten einen Hauch zuversichtlicher für das zu Ende gehende Jahr geäußert. Der Versorger erwarte nun 2012 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) und ein betriebliches Ergebnis mindestens auf Vorjahresniveau, teilte RWE mit. Bislang hatte RWE bei diesen Kennziffern ein Ergebnis in der Größenordnung des Vorjahresniveaus erwartet.

Für das nachhaltige Nettoergebnis, das für die Dividende entscheidend ist, bleibe es auch dabei. Zum Ausblick für 2013 äußerte sich RWE zunächst nicht. Eine Sprecherin verwies lediglich darauf, dass der Konzern sie erst im August bestätigt habe. Der Düsseldorfer RWE-Konkurrent Eon Chart zeigen, dessen Firmensitz keine 20 Autominuten von RWE Chart zeigen entfernt liegt, hatte am Dienstag zwar sein Prognose für das Geschäftsergebnis im laufenden Jahr wie erwartet steigern können, seine Prognose für das kommende Jahr aber zurückgenommen - und damit seine Aktie auf Talfahrt geschickt.

Von Januar bis September steigerte RWE das Ebitda um 7,6 Prozent auf 6,718 Milliarden Euro. Das nachhaltige Nettoergebnis kletterte um 6,2 Prozent auf 1,892 Milliarden Euro. RWE habe von operativen Verbesserungen profitiert, etwa im Handelsgeschäft, schrieb Vorstandschef Peter Terium im Geschäftsbericht an die Aktionäre.

Im Vorjahr habe der Konzern aber auch hohe Sonderbelastungen aus der Energiewende verbuchen müssen, die nun nicht mehr angefallen seien - wie auch RWE-Konkurrent Eon. Unter dem Strich schraubte RWE seinen Gewinn um etwa ein Drittel auf 1,880 Milliarden Euro nach oben.

Der seit Juli amtierende RWE-Chef treibt den Verkauf milliardenschwerer Beteiligungen dennoch voran. "Die Rahmenbedingungen für Desinvestitionen sind allerdings schwieriger geworden, nicht zuletzt wegen Finanzierungsrestriktionen potenzieller Käufer", räumte der Manager allerdings ein. Er will mehr als 10.000 der rund 71.500 Stellen abbauen.

Auf die RWE-Quartalsergebnisse reagierten die Investoren erleichtert. Im frühen Handel gewannen Papiere von RWE Chart zeigen 2,8 Prozent auf 12,86 Euro

kst/rtr

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