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11.11.2012
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Pipeline "South Stream"
EU hat Bedenken, Gazprom baut drauflos

Gasfördereinrichtung in Russland: Gazprom will Fakten schaffen
AP

Gasfördereinrichtung in Russland: Gazprom will Fakten schaffen

Es ist eine Provokation der Europäer: Während die EU ihrem Gaslieferanten Gazprom den Missbrauch seiner Marktmacht vorwirft, baun die Russen schon mal ihre nächste Pipeline. Präsident Wladimir Putin will einem Magazinbericht zufolge am Schwarzen Meer den Spaten in den Boden stechen.

Hamburg/Moskau - Ungeachtet eines Kartellstreits mit der EU treibt Russland seine Pläne für eine Pipeline durch das Schwarze Meer voran, mit der Moskau mehr Gas nach Westen pumpen will. Russlands Energieriese Gazprom habe als Baubeginn den 7. Dezember angesetzt, berichtet das Hamburger Nachrichten-Magazin "Der Spiegel".

Dann werde Kremlchef Wladimir Putin nahe bei Stadt Anapa rund 1200 Kilometer südlich von Moskau den symbolischen ersten Spatenstich unternehmen, hieß es. An dem rund 16 Milliarden Euro teuren Projekt ist auch die deutsche BASF-Tochter Wintershall (15 Prozent) beteiligt. Aufsichtsratschef bei South Stream ist Hamburgs früherer SPD-Bürgermeister Henning Voscherau.

Die EU wirft Gazprom Chart zeigen Missbrauch der Marktstellung vor und hat deswegen im September eine Untersuchung eingeleitet. Zudem pocht Brüssel darauf, dass Gasverkäufer wie Gazprom nicht zugleich Besitzer der Transportwege sein dürfen. "Wir suchen nach einer Einigung", hatte Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow vor kurzem dazu gesagt.

Gazprom ist bereits Mehrheitseigner bei der Ostseepipeline Nord Stream zwischen Russland und Deutschland. Durch South Stream soll ab 2015 Südeuropa mit Erdgas versorgt werden. Die geplante Kapazität beträgt 63 Milliarden Kubikmeter im Jahr, das sind etwa 35 Prozent des gesamteuropäischen Gasbedarfs.

South-Stream-Projektmanager Leonid Tschugunow kündigte vor kurzem dazu den Bau einer serbischen Kompressorstation nahe der ungarischen Grenze an. Die EU treibt als Alternative die Nabucco-Pipeline voran, durch die Gas aus Zentralasien unter Umgehung Russlands transportiert werden soll.

nis/dpa

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