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18.01.2012
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Call-Option
Energiekonzern Steag sucht Investor

Von Dietmar Student

Biomasse-Kraftwerk von Steag: Der Industriekonzern Evonik hat 51 Prozent der Steag an sechs Ruhrgebietsstädte verkauft. Die Kommunen können auch den Rest über eine Call-Option erwerben - und diese weiterreichen
STEAG

Biomasse-Kraftwerk von Steag: Der Industriekonzern Evonik hat 51 Prozent der Steag an sechs Ruhrgebietsstädte verkauft. Die Kommunen können auch den Rest über eine Call-Option erwerben - und diese weiterreichen

Auf der Suche nach einem finanzstarken Investor drücken Aktionäre des Essener Energiekonzerns Steag AG offenbar aufs Tempo. Den städtischen Mehrheitseignern fehlt es an Know-how und Kapital, um vor allem das Auslandsgeschäft der Steag voranzubringen. Es gibt bereits Interessenten.

Hamburg - Im März 2011 hat ein Konsortium aus sechs Ruhrgebietsstädten (unter anderem Dortmund, Bochum, Duisburg, Essen) dem Industriekonzern Evonik die Steag-Mehrheit für 651 Millionen Euro abgekauft. Die bei Evonik verbliebenen 49 Prozent können die Kommunen ab 2014 im Rahmen einer sogenannten Call-Option für rund 600 Millionen Euro erwerben. Schon jetzt suchen sie einen Interessenten, an den sie das Paket weiterreichen können. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (20. Januar) im Handel ist.

Den städtischen Mehrheitseignern fehle es an Know-how und Kapital, um vor allem das Auslandsgeschäft der Steag voranzubringen. Zudem würden die Zahlen schwächer; 2011 sei nach Informationen von manager magazin noch ein Gewinn (vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen) von rund 450 Millionen Euro erzielt worden.

Mit drei Interessenten werde bereits über einen Einstieg gesprochen: mit der türkischen Park-Holding, mit dem tschechischen Energiekonzern CEZ und mit der Münchener Stadtwerkeholding Thüga.

Noch aus einem anderen Grund drängt eine Übernahme der 49 Prozent (plus anschließendem Weiterverkauf). Laut mm-Informationen habe Evonik beim Verkauf der Steag-Mehrheit eine Garantiedividende für die Anteile von mindestens 24 Millionen Euro pro Jahr ausgehandelt. Je eher die Kommunen kaufen, umso weniger müssen sie überweisen.

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