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19.12.2010
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Milliardendeal
Ruhrgebiets-Stadtwerke kaufen Steag

Stromgeschäft unter Nordrhein-Westfalen: Dortige Stadtwerke übernehmen Mehrheit an der Energietochter Steag des Ruhrgebiets-Unternehmens Evonik
DPA

Stromgeschäft unter Nordrhein-Westfalen: Dortige Stadtwerke übernehmen Mehrheit an der Energietochter Steag des Ruhrgebiets-Unternehmens Evonik

Der Mischkonzern Evonik hat die Mehrheit an seiner Energietochter Steag für rund 650 Millionen Euro an ein Bündnis um fünf Ruhrgebiets-Stadtwerke verkauft. Sollten die bis zum Jahr 2015 auch die restlichen Steag-Anteile übernehmen, geht es um einen Strom-Deal in Höhe von 3,77 Milliarden Euro.

Essen - Evonik macht den geplanten Steag-Verkauf perfekt. Der Essener Mischkonzern hat die Mehrheit an seiner Energietochter Steag für rund 650 Millionen Euro an ein Bündnis nordrhein-westfälischer Stadtwerke verkauft. Ein entsprechender Kaufvertrag habe Evonik mit einem Konsortium aus sieben Stadtwerken unterzeichnet.

Der Preis für 51 Prozent des Eigenkapitals an der Evonik Steag GmbH, in der die Energieaktivitäten des Konzerns gebündelt sind, betrage 649 Millionen Euro. Ferner könne Evonik nach Ablauf einer Haltefrist von bis zu fünf Jahren die restlichen 49 Prozent an Steag Chart zeigen zu einem Preis von 594 Millionen Euro an die kommunalen Versorger um die Stadtwerke aus Essen, Duisburg, Bochum und Dortmund veräußern. Eine entsprechende Vereinbarung darüber sei mit dem Stadtwerke-Konsortium abgeschlossen worden.

Insgesamt werde Steag, der fünftgrößten Versorger in der Bundesrepublik, dabei mit einem Unternehmenswert von 3,77 Milliarden Euro bewertet. Bereinigt um Minderheitsanteile für Kraftwerke, Schulden und Pensionsverpflichtungen fließen Evonik damit insgesamt rund 1,24 Milliarden Euro für die gesamte Steag zu.

Mit den Erlösen aus dem Verkauf will der Mischkonzern das Chemiegeschäft um die Ex-Degussa ausbauen sowie sein Finanzprofil verbessern. "Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung hat Evonik einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem reinen Spezialchemiekonzern vollzogen", sagte Evonik-Chef Klaus Engel.

Dem Kaufvertrag muss den Angaben zufolge der Evonik-Aufsichtsrat zustimmen, dem ein Beschluss des Kuratoriums der RAG-Stiftung vorausgeht. Beides werde im Januar 2011 erwartet. Bei planmäßiger Erteilung der erforderlichen Zustimmung sowie der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden dürfte das Geschäft zum Ende des 1. Quartals 2011 vollzogen sein.

Das Evonik-Geschäftsfeld Energie konzentriert sich auf Planung, Bau und Betrieb von Kraftwerken. In den ersten neun Monaten 2010 hatte die Sparte einen Umsatz von knapp zwei Milliarden Euro eingefahren. In Deutschland werden neun Steinkohlekraftwerke betrieben, außerdem gibt es Evonik-Kraftwerke in der Türkei und in Kolumbien sowie auf den Philippinen. Großabnehmer von Strom aus Steag-Kraftwerken in Deutschland ist RWE Chart zeigen, die entsprechenden Verträge laufen aber in den kommenden Jahren aus.

kst/rtr

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