Sonntag, 23. September 2018

Desertec Wüstenstromprojekt geht in nächste Phase

Mit einem Gemeinschaftsunternehmen wollen zwölf Firmen aus der Energie- und Finanzbranche das Solarstromprojekt Desertec in Nordafrika vorantreiben. Die neue Gesellschaft soll das ein Konzept erstellen, nach dem weite Teile Nordafrikas sowie Europa mit Strom aus der Sahara versorgt werden können.

München - Das Desertec-Projekt zum Bau von Solarkraftwerken in der Sahara nimmt Gestalt an. Zwölf Unternehmen aus der Energie-, Solar- und Finanzbranche, darunter Siemens Börsen-Chart zeigen, Eon Börsen-Chart zeigen und RWE Börsen-Chart zeigen sowie der Rückversicherer Munich Re und die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigensowie die Desertec Foundation haben am Freitag in München die DII GmbH gegründet.

Parabolrinnenkraftwerk: Zwölf Firmen wollen die Sonne Nordafrikas für sie Stromgewinnung nutzen
Solar Millennium
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Ziel der Gesellschaft ist laut einer Mitteilung der Munich Re die zügige Verwirklichung des Desertec-Projekts, mit dem langfristig ein "erheblicher Anteil" des Strombedarfs in Nordafrika und bis zu 15 Prozent des europäischen Strombedarfs mit umweltfreundlich erzeugtem Wüstenstrom gedeckt werden sollen.

Alle Gesellschafter seien sich einig, dass wirkungsvolle Maßnahmen zum Klimaschutz nötig seien, sagte Torsten Jeworrek, Vorstandsmitglied des weltgrößten Rückversicherers der Munich Re. "Vor dem Hintergrund des bedeutenden UN-Klimagipfels in Kopenhagen zeigt unsere Industrieinitiative, wie Geschäftspotenziale für Unternehmen mit Nachhaltigkeitszielen vereinbar sind." In der dänischen Hauptstadt soll im Dezember ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Klimaprotokoll beschlossen werden.

Der niederländische Energiemanager Paul van Son wurde den Angaben zufolge zum DII-Geschäftsführer bestellt. Er arbeitete zuvor bei Unternehmen, die sich in den Bereichen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz einen Namen gemacht haben, unter anderem bei der Deutschen Essent und Econcern in den Niederlanden.

"Wir sehen in der Desertec-Vision einen ganz entscheidenden Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung in den MENA-Staaten (Naher Osten und Nordafrika) und Europa. Jetzt ist Zeit, aus dieser Vision Wirklichkeit werden zu lassen", wird van Son zitiert.

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