Dienstag, 21. November 2017

Nach Innogy-Börsengang RWE bestätigt nach Einbußen Prognose

RWE: Mehr als 5 Milliarden Euro Gewinn angestrebt

Der Energiekonzern RWE Börsen-Chart zeigen hat nach dem Börsengang der Ökostromtochter Innogy seine Jahresprognose bestätigt. 2016 peile der Versorger weiter einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 5,2 bis 5,5 Milliarden Euro an, teilte RWE am Montag mit. In den ersten neun Monaten sei das Ergebnis um 13,2 Prozent auf 3,82 Milliarden Euro geschrumpft. Analysten hatten mit einem Ebitda von 3,90 Milliarden Euro gerechnet. In den Neumonatszahlen ist die Tochter Innogy noch voll enthalten, von der RWE im Oktober 23,2 Prozent an die Börse gebracht hatte.

Der Energiekonzern erwartet zudem im schwächelnden Geschäft mit der Stromerzeugung bessere Ergebnisse als bislang angenommen. "Die Margen der Steinkohle- und Gaskraftwerke entwickelten sich wegen gesunkener Brennstoffpreise insgesamt stabiler", teilte RWE mit. Im Gesamtjahr werde das betriebliche Ergebnis der konventionellen Stromerzeugung wohl in der Größenordnung des Vorjahreswertes von 596 Millionen Euro liegen.

"Angesichts der vor allem für die konventionelle Stromerzeugung schwierigen Bedingungen haben wir in den ersten drei Quartalen ein respektables Ergebnis erzielt", sagte Finanzchef Markus Krebber. In den ersten neun Monaten sei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 13,2 Prozent auf 3,82 Milliarden Euro geschrumpft.

Analysten hatten mit einem Ebitda von 3,90 Milliarden Euro gerechnet. In der Stromerzeugung profitierte der Konzern insbesondere von Kostensenkungen und dem Verkauf von Grundstücken in Großbritannien. Das um Sondereffekte bereinigte Nettoergebnis sei auch wegen eines schlechteren Finanzergebnisses um 58 Prozent auf 227 Millionen Euro zusammengeschmolzen.

RWE will möglichst rasch in Atomfonds einzahlen

In den Neumonatszahlen ist die Tochter Innogy noch voll enthalten, von der RWE im Oktober 23,2 Prozent an die Börse gebracht hatte. Von dem Erlös in Höhe von 4,6 Milliarden Euro flossen zwei Milliarden an Innogy, der Rest an RWE. RWE habe an finanziellen Handlungsspielraum gewonnen. Dieser solle unter anderem für den staatlichen Atomfonds genutzt werden, in dem RWE für die Zwischen- und Endlagerung des Atommülls rund 6,8 Milliarden Euro einzahlen müsse. RWE prüfe dafür mehrere Optionen. "Vor dem Hintergrund einer sehr soliden Liquiditätsposition gehört hierzu auch eine möglichst zeitnahe Zahlung."

la/reuters/dpa

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