Von Dietmar Student
Hamburg - Dem fünftgrößten deutschen Energiekonzern Steag drohen drastische Einschnitte, wie das manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstag: 14. Dezember) berichtet. Der internen Mittelfristplanung zufolge, die dem Wirtschaftsblatt vorliegt, sollen bis Ende März 2019 insgesamt acht Kraftwerksblöcke vom Netz gehen.
Der Kohleverstromer leide unter einer Erosion des Kerngeschäfts. Auch, weil Großkunde RWE lukrative Stromabnahmeverträge auslaufen lasse. Die inländischen Steag- Kraftwerke, so manager magazin, seien im Durchschnitt nur noch 4260 Stunden pro Jahr im Volllastbetrieb. Bis 2015 sinke der Wert, der Unternehmensplanung zufolge, auf 3500. Zum Vergleich: Die drei ausländischen Steag-Kraftwerke sollen doppelt so lange laufen. Der Vorsteuergewinn (Ebitda) des Konzerns sacke im Jahr 2012 um knapp 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab und bliebe bis 2017 auf diesem niedrigen Niveau, berichtet manager magazin.
Die Steag-Mehrheit gehört einem Stadtwerkekonsortium, 49 Prozent ist noch im Besitz des Industriekonzerns Evonik. Für diesen Anteil, den die kommunalen Eigner auch noch übernehmen müssen, suchen sie derzeit nach einem finanzkräftigen Partner.
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