Von Eva Müller
Die Energiekonzerne haben laut Regierungsvorgaben ihren CO2-Ausstoß um 52,5 Megatonnen zu verringern. Dafür müssen sie ihre Bemühungen um das 2,8-fache steigern. Mit Investitionen in Höhe von 67 Milliarden Euro müssen sie sich schrittweise von den fossilen Brennstoffen verabschieden und die Stromerzeugung auf erneuerbare Energiequellen umstellen. Die großen Energiekonzerne wie RWE oder Eon investieren bereits heute jährlich gut eine Milliarde Euro in Windenergie oder Kraft-Wärme-Kopplung.
Die Industrie hat sich bereits in den vergangenen Jahren wegen steigender Energiepreise sehr stark beim Energiesparen engagiert. Deshalb können die Industrieunternehmen ihre Anstrengungen um eine Verminderung von Treibhausgasemissionen sogar etwa verringern. Dennoch müssen sie noch 19 Milliarden Euro investieren, um ihre Prozesse zu optimieren und die Kraft-Wärme-Kopplung auszubauen. Vielen Unternehmen etwa in der Chemie müssen zudem Produktpalette und Produktionsverfahren komplett umstellen. Als Treiber für den Wandel fungiert vor allem die nächste Stufe des Emissionsrechtshandels, der 2012 in Kraft tritt und den Einsatz von erneuerbaren Energien und Rohstoffen beschleunigen wird.
Handel, Gewerbe und Dienstleister haben die geringsten Möglichkeiten ihren Energieverbrauch zu verringern. Dennoch müssen Sie ihre Bemühungen bis 2020 knapp verdoppeln und dafür rund neun Milliarden Euro investieren.
Wichtig vor allem ist der Umstieg auf energieeffizientere Produkte wie Sparlampen oder Ökokühlschränke sowie der Einsatz von intelligenter Steuerungstechnik und "grüner" Informationstechnologie. Auch können spezialisierte Dienstleister mit der Entwicklung von innovativen Klimaschutzlösungen enorme Beiträge leisten.
Obwohl der Klimaschutz von der deutschen Wirtschaft gigantische Anstrengungen verlangt, sehen immer mehr Führungskräfte die Herausforderung mehr als Chance den als Last. Die positive Einstellung bestätigt auch die Deloitte-Studie. Demnach lohnen sich die Ausgaben für den Klimaschutz in fast allen Branchen ab 2020 durch geringere Energiekosten und neue Einnahmefelder. Nur die Energiewirtschaft muß dann noch immer zubuttern - und zwar jährlich 2,4 Milliarden Euro.
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