Donnerstag, 9. Februar 2012, 21:12 Uhr

manager magazin



Energiemanager magazin RSS  - Energie - Energie

Alle Artikel und Hintergründe

06.07.2009
 

Studie

Windenergie könnte ganze Welt versorgen

Von wegen Energieproblem: Mit einem globalen Netz von Windkraftwerken könnte man den weltweiten Energiebedarf decken, wie Forscher nun errechnet haben. Die meiste Windenergie könnte dabei Russland abzapfen.

Ungenutzte Energiequelle: Ein weltweites Netzwerk von Windkraftwerken könnte den gesamten aktuellen und künftigen Strombedarf der Menschheit befriedigen. Selbst bei einer durchschnittlichen Leistung von nur 20 Prozent ihrer Kapazität könnte ein solches Netzwerk aus 2,5-Megawatt-Windenergie-Anlagen allein in den USA das 16-fache des heutigen Bedarfs produzieren, berichtet eine Gruppe von Wissenschaftlern in den "Proceedings Of The National Academy Of Sciences".

Windkraftanlage in Nordfriesland: Potential übersteigt Gesamtenergiebedarf
Zur Großansicht
AP

Windkraftanlage in Nordfriesland: Potential übersteigt Gesamtenergiebedarf

Michael McElroy und seine Mitarbeiter von der Harvard University in Cambridge benutzten für ihre Berechnungen die Winddaten eines Modells, bei dem die Erde in Flächenelemente von jeweils rund 50 mal 66,7 Kilometern und Höhenschichten von jeweils hundert Metern unterteilt wurde. Sie schlossen alle Flächen aus, die sich nahe dicht besiedelter Gebiete oder in waldreichen oder größtenteils schneebedeckten Gegenden befinden. Vor den Küsten wurden bis zu 50 Seemeilen breite Streifen bis zu einer Wassertiefe von 200 Metern mit eingeschlossen.

Die Berechnung der Forscher ergab, dass das Potential der Windenergie weit über den Bedarf hinaus geht: Weltweit könnten mit Hilfe von Rotoren theoretisch bis zu 1,3 Millionen Terawattstunden (TWh) pro Jahr erzeugt werden. Im Jahr 2006 lag der weltweite Stromverbrauch nach Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) bei 15.666 Terawattstunden - das sind gerade einmal 1,2 Prozent des errechneten Potentials. Die größten Möglichkeiten hätte der Studie zufolge Russland mit einem Windpotential von 140.000 Terawattstunden, gefolgt von Kanada (99.000 TWh) und den USA (89.000 TWh). Deutschlands Potential an Windenergie beziffern die Autoren auf 4.100 Terawattstunden.

Die Studie zeige, dass selbst bei der Konzentration auf eine einzige erneuerbare Energieform die Bedürfnisse der Menschheit befriedigt werden könnten, schreiben die Autoren. Auch wenn eine Realisierung in diesem Umfang utopisch sei, so zeige sie doch die Bedeutung des Windes. Etwa ein Prozent der von der Erde absorbierten Sonnenenergie wird in Wind umgewandelt.

manager-magazin.de mit Material von dpa

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben