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09.02.2009
 

Neue Technik

RWE plant schwimmende Kraftwerke

Der Energiekonzern RWE will Gaskraftwerke auf Pontons setzen. Die Schiffe könnten ab dem kommenden Jahr je nach Bedarf dort anlegen, wo gerade der Energiebedarf besonders hoch ist. Nach Angaben von RWE wäre das eine Europa-, aber keine Weltpremiere.

Essen - Der Energieversorger RWE Chart zeigen will vom kommenden Jahr an Kraftwerksschiffe zur flexiblen Stromversorgung in Europa anbieten. Die Gas- und Dampfturbinenkraftwerke werden auf Schwimmpontons errichtet, die zwischen den Bestimmungsorten bewegt werden und in Häfen oder Küstennähe Strom produzieren können, teilte die RWE-Tochtergesellschaft RWE Power am Montag in Essen mit.

Entwurf von RWE: "Wir können Strom schnell und zuverlässig dort anbieten, wo er gerade benötigt wird"
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RWE Power AG

Entwurf von RWE: "Wir können Strom schnell und zuverlässig dort anbieten, wo er gerade benötigt wird"

"Wir können damit Strom schnell und zuverlässig genau dort anbieten, wo er gerade benötigt wird", erklärte Power-Chef Johannes Lambertz. "Außerdem ist es so möglich, mit geringerem Risiko neue Wachstumsmärkte für Großvorhaben an Land zu erkunden." Mögliche Einsatzgebiete seien beispielsweise das östliche Mittelmeer oder das Schwarze Meer. In diesen Regionen sei RWE bereits aktiv.

Hintergrund sei ein steigender Energiebedarf vor allem in Osteuropa, der durch Kraftwerksneubauten nicht allein gedeckt werden könnte. Besonders in den Sommermonaten gebe es Engpässe, wenn unzählige Klimaanlagen laufen und die Stromnetze in Spitzenlastzeiten an ihre Grenzen stoßen. Die Bauzeit sogenannter Power Barges gibt RWE mit 12 bis 18 Monaten an. Da sie keinen eigenen Schiffsantrieb haben, bringen Schlepper sie an den gewünschten Standort. Dort werden die 30 mal 100 Meter großen Einheiten festgelegt und ans Gas- bzw. Stromnetz angeschlossen.

Weltweit sind derzeit etwa 60 Kraftwerksschiffe mit Leistungen von 30 bis 220 Megawatt von anderen Anbietern im Einsatz. Im Hafen von New York liegen beispielsweise sechs Power Barges mit einer Gesamtleistung von 400 Megawatt. Die Metropole biete zu wenig Platz für Kraftwerksbauten an Land. Für ein Pilotschiff hat RWE den Angaben nach bereits ein EU-weites Ausschreibungsverfahren gestartet. Die Kraftwerksschiffe will RWE Power dann selbst betreiben.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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