Von Rita Syre, Frankfurt
Sorgen Klimaschäden für Bauboom?
Zu den Gewinnern gehören denn auch an erster Stelle die Anbieter erneuerbarer Energien wie Solarstromanlagen oder Windenergie. "Sie profitieren ganz klar von den staatlichen Maßnahmen", erklärt Heymann.
Etwas überraschender hat der Deutsche-Bank-Fachmann in seiner Analyse herausgefunden, dass auch die Bauwirtschaft und mit ihr verwandte Branchen wie das Bauhandwerk "dauerhaft" auf der Gewinnerseite stehen werden. Der Bau profitiert von der Beseitigung der Schäden durch den Klimawandel.
Im Vordergrund steht allerdings das erhebliche CO2-Potenzial, das durch eine energetische Sanierung von Gebäuden eingespart werden kann und die Auftragsbücher der Unternehmen füllen dürfte.
Dritte im Bund der Profiteure sind Maschinenbau und Elektrotechnik. Die beiden deutschen Traditionsbranchen können insbesondere durch ihre hochentwickelte Klimatechnologien wie beispielsweise die Wasseraufbereitung Nutzen aus der Klimapolitik ziehen. Das biete "enorme Exportchancen", sagt Heymann.
Weniger rosig sieht es für die Tourismusindustrie aus: Die Touristenströme würden sich wahrscheinlich regional und saisonal verschieben, so dass es entsprechend Verlierer, aber auch Gewinner innerhalb des Sektors geben werde, meint Heymann. Vergleichbar gespalten ist auch das Bild bei der Automobilindustrie, der Verkehrsindustrie, der Land- und Forstwirtschaft sowie der Energiewirtschaft. Entscheidend - nicht nur hier - ist aber, wie frühzeitig sich die einzelnen Unternehmen auf die neuen Rahmenbedingungen einstellen würden.
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