Von Rita Syre, Frankfurt
Frankfurt am Main - "Manche mögen's heiß" - unter dieser Überschrift haben die Klimawandel-Experten der Deutschen Bank die wichtigsten Branchen in Europa analysiert. Das Besondere ihrer Studie: Sie haben nicht nur die natürlichen Folgen des Klimawandels auf die Sektoren untersucht, sondern auch die Konsequenzen regulatorischer Maßnahmen. Dabei haben sie versucht, die Effekte des Klimawandels bis ins Jahr 2030 zu analysieren.
Danach wirken staatliche Maßnahmen wie beispielsweise Subventionen für energiesparende Technologien und Sanktionen auf Energiefresser viel früher und viel stärker auf die meisten Wirtschaftszweige in Europa als die klimatisch-natürliche Dimension wie der Temperaturanstieg. Zwar besteht nach Ansicht von Eric Heymann von der Deutschen Bank durchaus noch Unsicherheit darüber, welche Maßnahmen die Regierungen in Europa im Einzelnen en detail ergreifen werden. Fest stehe aber schon jetzt, dass Klimapolitik "kein Strohfeuer" sei.
"Der breite umwelt- und energiepolische Instrumenten-Mix wird künftig verstärkt genutzt werden", ist Heymann überzeugt. Zu diesen Instrumenten zählt er die Verteuerung des Verbrauchs von fossiler Energie, die Subventionierung kohlenstoffarmer Energieträger, die Förderung der Energieeffizienz und das Ergreifen von anderen Maßnahmen, die den Klimawandel verlangsamen oder die negativen Folgen abmildern sollen. Und das wirkt sich ganz unterschiedlich auf die Wirtschaftszweige in Europa aus.
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