mm.de: Wie setzen Sie sich persönlich für den Erhalt Ihres CSR-Konzepts ein?
Voscherau: Ich leite den Nachhaltigkeitsrat der BASF, ein neunköpfiges Gremium, das die strategischen Ziele unserer CSR setzt, ihre Umsetzung kontrolliert. Und wenn jemand unser umfassendes gesellschaftliches Engagement kritisiert, größere Gewinnausschüttungen fordert, dann stehe ich schon mal auf und sage: Unsere Grundwerte sind nicht verkäuflich.
mm.de: Was bekommen Sie dann zu hören?
Voscherau: Mir nimmt man diese Haltung ab. Ich habe in Südamerika selbst erlebt, wie wichtig die Praxis von CSR ist; als verantwortlicher Manager vor Ort habe ich CSR-Programme für die Mitarbeiter, die Gemeinden und Provinzen, den Umweltschutz und so weiter entwickelt und umgesetzt. Ich kann den körperlichen Eindruck, den das Elend in den Slums von Rio macht, ganz gut wiedergeben.
mm.de: Und was sagen Sie zu dem Vorwurf, dass CSR zu viel kostet?
Voscherau: CSR ist bei BASF integriert in die Geschäftsprozesse. Deshalb gibt es bei uns kein CSR-Budget. Schließlich ist die BASF kein Verein von Philanthropen, sondern ein Wirtschaftsunternehmen, das Gewinne erzielen muss. Und so lange das Gleichgewicht funktioniert aus gesellschaftlichem Engagement, soliden Erträgen und nachhaltigem Wachstum, so lange sehe ich keinen Anhaltspunkt, von unserem derzeitigen Kurs bei CSR abzuweichen.
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