mm.de: Herr Voscherau, Sie sind im BASF-Vorstand der Verantwortliche für das Management der Corporate Social Responsibility (CSR). Worauf legen Sie bei diesem Thema besonderen Wert, auf welche Erfolge sind Sie besonders stolz?
Eggert Voscherau, geboren 1943 in Hamburg, arbeitet seit 1969 bei der BASF, gehört seit 1996 zum Konzernvorstand und ist seit 2003 dessen stellvertretender Vorsitzender. Beim aktuellen "Good Company Ranking", das soziale Verantwortung der 120 größten Konzerne Europas bewertet, landete die BASF auf Platz eins.
mm.de: Das klingt nach Wohltäterei. Ist CSR somit die unternehmerische Form der Entwicklungshilfe?
Voscherau: Nein. Firmen müssen Geld verdienen. Deshalb ist es wichtig, die CSR-Aktivitäten mit dem Kerngeschäft zu verknüpfen - so sichern sie den langfristigen Erfolg des Unternehmens und nutzen der Gesellschaft. Firmen wie BASF haben deshalb die Aufgabe, die Menschen mitzunehmen bei einer ökonomischen Entwicklung, die sich im Zeitalter der Globalisierung rasend beschleunigt. Wir sollten so viele Menschen wie möglich in diesen dynamischen Prozess integrieren.
mm.de: Reicht es nicht, ordentliche Löhne und Gehälter zu zahlen, die Umwelt zu schonen und auch sonst die Geschäftstätigkeit einigermaßen zivilisiert zu organisieren?
Voscherau: Das alles sind wichtige Voraussetzungen. Aber hinzukommen muss eine Denkweise, die möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen und nicht allein die gesellschaftlichen Eliten in den Ländern einschließt. Ein sorgfältiges CSR-Management kann hier ein sehr probates Mittel sein.
© manager magazin Online 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH