Mittwoch, 15. August 2018

Krumme Immobiliengeschäfte in Vietnam Ex-Bankerin soll 700 Millionen Dollar Strafe zahlen und 30 Jahre ins Gefängnis

Krumme Immobiliengeschäfte in Saigon: Das wirft ein Gericht einer ehemaligen Bankerin und späteren Beraterin der Vietnam Construction Bank vor - und hat sie dafür zu einer Aufsehen erregenden Strafe verurteilt

Hua Thi Phan ist mittlerweile 71 Jahre alt. Lange arbeitete die Vietnamesin als Managerin für die Vietnam Construction Bank, später war sie als hochrangige Beraterin für diese Bank tätig - und hat sie in dieser Funktion offenbar um mindestens 278 Millionen Dollar gebracht.

Ein Gericht in Vietnam hat die Ex-Bankerin jetzt dafür insgesamt zu 700 Millionen Dollar Strafe und 30 Jahre Gefängnis verurteilt, berichten staatliche Medien am Freitag.

Die Beschuldigte habe ihre Position als Beraterin des Verwaltungsrates missbraucht. Mit Hilfe von 27 Komplizen habe sie die unterschlagenen Gelder zum Kauf von Immobilien in der vietnamesischen Wirtschaftsmetropole Ho Chi Minh City (ehemals Saigon) genutzt. Später habe sie diese zu überhöhten Preisen an die Bank verkauft.

Zusätzlich zu einer Rückzahlung müsse die Ex-Bankerin Schadenersatz, Zinsen und Bußgeld bezahlen. Die Gesamtsumme belaufe sich auf mehr als 700 Millionen Dollar.

Ratingagenturen bemängeln seit längerem, dass die Regulierung der Finanzwirtschaft in Vietnam hinter internationalen Standards zurückbleibe. Das Land arbeitet derzeit an einem Umbau des Bankensystems, um Investoren ins Land zu locken. Diese sollen dabei helfen, das hohe Wirtschaftswachstum mitzufinanzieren.

rei/reuters

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