Sonntag, 9. Dezember 2018

Bank tritt bei Immobiliengeschäft auf Bremse UBS prüft Einstieg ins Versicherungsgeschäft

Lebensversicherungen könnten für UBS ein "interessantes Produkt" sein, sagt der Chef der UBS Schweiz

Die Schweizer Großbank UBS überlegt ins Geschäft mit Versicherungen einzusteigen. Axel Lehmann, Chef der UBS Schweiz, berichtet in einem Interview mit der Schweizer "Sonntagszeitung", dass die Bank überlege, Lebensversicherungen zur Absicherung von Hypotheken anzubieten.

"Wir verkaufen weder Gemüse noch Handys", so Lehmann auf die Frage, ob die Bank ähnlich wie Raiffeisen künftig Handyverträge vermittele. (Kostenpflichtiger Artikel) Seiner Meinung nach mache es aber Sinn, die Absicherung des Eigenheims zum Beispiel mit einer Lebensversicherung zugunsten der Familie abzusichern. "Ich kenne das Geschäft gut und würde nicht ausschließen, dass das ein interessantes Produkt sein könnte", sagte Lehmann gegenüber der Zeitung.

Lehmann war vor seiner Zeit bei UBS für den Versicherungskonzern Zürich tätig. Bis 2015 saß er während seiner Tätigkeit bei der Versicherung im Verwaltungsrat der UBS, 2016 wurde er schließlich in die Konzernleitung der UBS Switzerland berufen. Anfang dieses Jahres übernahm er von seinem Vorgänger Martin Blessing die Position des President UBS Switzerland sowie das Geschäft mit Privat-, Firmen- und institutionellen Kunden der UBS Group. Blessing übernahm seinerseits von Jürg Zeltner,d er das Bankhaus verließ, unter anderem die Vermögensverwaltung der UBS.


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Lehmann sagte der Zeitung weiter, da beim Hypothekengeschäft für Pensionskassen und Versicherer weniger strenge Regeln als für Banken gelten, habe die UBS in den vergangenen Jahren rund 25 Prozent des Kreditvolumens für Renditegesellschaften - vor allem bei Mehrfamilienhäusern - reduziert. Die Bank hätte Hypotheken nicht verlängert, da sie Überhitzungstendenzen gesehen habe. Das Portfolio sei gesund und die Bank werde bei qualitativ hochwertigen Objekten und interessanten Geschäftsbeziehungen wieder wachsen.

akn

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