Dienstag, 27. Juni 2017

Bonacker folgt Blessing zur Schweizer Großbank Ex-Commerzbanker wird Strategiechef der UBS

Die UBS-Zenrale am Züricher Paradeplatz.

Michael Bonacker, 2009 bis 2014 Strategiechef der Commerzbank, heuert nach Informationen von manager-magazin.de in gleicher Mission bei der Schweizer UBS an. Der 49-Jährige wird bereits kommende Woche in Zürich anfangen und Dierk von Schuckmann ersetzen, der eine neue Rolle im Konzern einnehmen soll.

Damit stärkt Verwaltungsratschef Axel Weber, der frühere Bundesbankpräsident, seine deutsche Hausmacht. Im vergangenen Jahr hatte er bereits Ex-Commerzbank-CEO Martin Blessing angeheuert, der nun das Schweiz-Geschäft der UBS leitet. Blessing und Bonacker kennen sich aus der gemeinsamen Zeit bei der Commerzbank. Bonackers Position ist wie auch bei der Commerzbank direkt unterhalb des Konzernvorstands angesiedelt.

Zuletzt war Bonacker seit Juni 2015 Generalbevollmächtiger der Frankfurter Privatbank BHF, wo er die Bereiche Financial Markets, Corporate Banking und Asset Management verantwortete. Von BHF-Eigentümer und -Chef Philippe Oddo hatte er die Zusage, in den Vorstand einzuziehen, ehe er sich mit dem eigenwilligen Franzosen wegen unterschiedlicher strategischer Auffassungen überwarf. Zwischen Vorstands-Zusage und Trennung lagen nur wenige Wochen, was bei Beobachtern den Eindruck aufkommen ließ, dass Oddo Sorge hatte, von dem selbstbewusst auftretenden Bonacker, einem der profiliertesten Banker der Frankfurter Finanzszene, an den Rand gedrängt zu werden.

Vor seiner Zeit bei der Commerzbank leitete Bonacker das deutsche Investmentbanking des US-Finanzhauses Lehman Brothers. Nach dem Zusammenbruch der Bank arbeitete er kurze Zeit für die japanische Konkurrentin Nomura, die die Reste der kollabierten US-Bank übernommen hatte.

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