Dienstag, 22. Mai 2018

Deutsche-Bank-Rivale steigert Gewinn UBS enttäuscht mit Zahlen - und ist offen für Kooperationen

UBS in Zürich: Konzentration auf Vermögensverwaltung reicher Kunden

Die Schweizer Großbank UBS Börsen-Chart zeigen lotet unverändert Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Banken aus. "Wir haben über diese Entwicklungen während der vergangenen paar Jahre gesprochen, sowohl im Inland als auch auf internationaler Ebene. Derzeit gibt es nichts Substantielles aufzuzeigen oder anzukündigen", sagte UBS-Chef Sergio Ermotti am Montag in einer Telefonkonferenz.

Zu möglichen Gesprächen mit der Konkurrentin Credit Suisse Börsen-Chart zeigen über eine mögliche Bündelung von Verwaltungs- und Abwicklungstätigkeiten wollte er sich nicht äußern.

Zwar hat die UBS hat zu Jahresbeginn von einem regen Handel an den Finanzmärkten profitiert. Der Gewinn im ersten Quartal lag mit 1,5 Milliarden Franken etwa ein Fünftel über dem des Vorjahreszeitraums.

Allerdings blickt das Management verhalten auf den restlichen Jahresverlauf und Analysten monierten das Abschneiden in einigen Sparten. Die Aktie rutschte am Montag zeitweise um 4 Prozent ab und war damit der schwächste Wert im Schweizer Leitindex SMI.

Der Jahresauftakt sei durchwachsen verlaufen, schrieb Goldman-Sachs-Analyst Jernej Omahen in einer ersten Reaktion. Im Investmentbanking hätten die Schweizer stark abgeschnitten. Mit dem restlichen Geschäft zeigte er sich unzufrieden.

Sergio Ermotti und Axel Weber dampften Investmentbanking ein

Bankchef Sergio Ermotti und der Verwaltungsratsvorsitzende Axel Weber hatten die UBS nach den Erfahrungen der Finanzkrise neu ausgerichtet. Sie dampften das schwankungsanfällige Investmentbanking ein, zogen sich aus Randbereichen zurück und senkten die Kosten. Gleichzeitig bauten sie die Vermögensverwaltung aus, die als stabiler Ertragsbringer gilt.

Insgesamt ist die UBS damit nun stark auf die Betreuung gut situierter Kunden ausgerichtet. Die Vermögensverwaltung steuert mehr als die Hälfte zum Gewinn bei.

la/reuters/dpa

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