Montag, 25. September 2017

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Ermittler werfen Deutschbankern Umsatzsteuerbetrug vor Staatsanwaltschaft klagt Deutsche-Bank-Mitarbeiter an

Zentrale der Deutschen Bank: Acht Mitarbeiter auf der Anklagebank

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt erhebt in dem Mammut-Verfahren rund um den Umsatzsteuerbetrug mit CO2-Zertifikaten Anklage gegen acht Mitarbeiter der Deutschen Bank. Nach SPIEGEL-Informationen soll eine internationale Verbrecherorganisation Emissionsrechte über Ländergrenzen hinweg im Kreis verschoben und so Umsatzsteuern in Höhe von mindestens 136 Millionen Euro hinterzogen haben.

Die Ermittler werfen den Bankbeschäftigten Mittäterschaft zugunsten der Deutschen Bank vor, zudem sollen sie sich durch die Geschäfte höhere Boni und Provisionen gesichert haben. Drei weitere Bankangestellte dürften ohne Anklage davonkommen, gegen gut ein Dutzend Mitarbeiter wird weiter ermittelt.

Zudem steht der mutmaßliche Drahtzieher hinter dem Umsatzsteuerkarussell vor der Auslieferung an die deutschen Behörden: Der Brite Mohammad Safdar Gohir war im vergangenen Frühjahr in Las Vegas verhaftet worden, nachdem die Frankfurter Staatsanwaltschaft einen internationalen Haftbefehl ausgestellt hatte. Monatelang hatte er sich gegen die Auslieferung gewehrt. Gohirs Anwälte legten gegen ein Auslieferungsurteil zunächst Einspruch ein, zogen diesen jedoch am Mittwoch zurück.

"Der Auslieferungsbefehl wird jetzt zur Bearbeitung an das Außenministerium weitergeleitet", sagte Daniel Bogden, Bundesstaatsanwalt für Nevada. Gohir weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Staatsanwälte zurück. Die Deutsche Bank erklärte, ihre Untersuchung des CO2-Sachverhalts dauere an. "Wir kooperieren mit den entsprechenden Behörden."

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