Mittwoch, 24. Oktober 2018

Vorwurf Schmiergeldzahlung und Manipulation SocGen legt Streitigkeiten mit 1,3 Milliarden Dollar bei

Die französische Großbank Societe Generale kann weitere ihrer Rechtsstreitigkeiten zu den Akten legen

Die französische Großbank Societe Generale hat Vergleichen über mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar wegen angeblicher Schmiergeldzahlungen und Marktmanipulation zugestimmt. Das Geldhaus einigte sich mit französischen und amerikanischen Behörden auf die Strafzahlung von insgesamt 860 Millionen Dollar, wie das US-Justizministerium am Montag mitteilte.

Zusätzlich habe die Bank eine Strafe der US-Finanzaufsicht CFTC in Höhe von 475 Millionen Dollar akzeptiert. Die Societe Generale teilte mit, Rückstellungen für die Vergleichszahlungen gebildet zu haben - die Ergebnisse würden daher nicht belastet.

Es geht um zwei verschiedene Fälle: In einem ersten Fall ging es um die mutmaßliche Manipulation des Interbanken-Zinssätzes Libor. Zahlreichen Banken war vorgeworfen worden, den Libor-Zins in der Finanzkrise von 2007 bis 2009 künstlich niedrig gehalten zu haben, um ihre Gewinne nach oben zu treiben oder gesünder auszusehen als sie waren.

In einem zweiten Fall geht es um eine mutmaßliche Bestechungsaffäre in Libyen. die Bank soll laut Vorwurf des US-Finanzministeriums libyische Amtsträger während der Gaddafi-Ära über Jahre hinweg bestochen haben. Hier werde sich die in Paris ansässige Bank vor einem New Yorker Gericht schuldig bekennen, teilte das US-Ministerium mit. Die Behörden in den USA und Frankreich haben sich in der Angelegenheit abgesprochen.

rei/dpa-afx

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