Dienstag, 19. Juni 2018

Royal Bank of Scotland London will 925 Millionen RBS-Aktien verkaufen

Royal Bank of Scotland: Die britische Regierung will den Teilausstieg

Die britische Regierung will ihre Beteiligung an der Royal Bank of Scotland verringern. Insgesamt wolle man 925 Millionen Aktien verkaufen, dies entspreche rund 7,7 Prozent der in Umlauf befindlichen Aktien der Bank, teilte die Investitionsagentur der britischen Regierung am Montag in London mit. Damit würde der Anteil des Staates an der Bank von rund 70 Prozent auf etwa 62,4 Prozent fallen.

Der Staat hatte im Krisenjahr 2008 insgesamt 45,5 Milliarden Pfund in die Bank gepumpt, um sie zu retten. Zuletzt hatte die Bank für 4,9 Milliarden US-Dollar die US-Ermittlungen im Zusammenhang von Hypothekenwertpapieren aus der Welt geschafft. Damit ist die seit der Finanzkrise verstaatlichte britische Großbank bei der endgültigen Aufarbeitung der Fehler vor der Finanzkrise einen entscheidenden Schritt weitergekommen.

Die Papiere sollen an institutionelle Anleger verkauft werden. Der Staat bräuchte Kurse um 500 Pence, um weitere Anteile ohne Verluste los zu werden.

Die Aktie notierte am Montag bei 280,90 Pence. Im Jahr 2015 hatte die Regierung ihren Anteil an der Krisenbank leicht reduziert, dabei aber einen Verlust eingefahren. Seitdem stockt die angestrebte Privatisierung der Bank.

rei/dpa

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