Mittwoch, 31. August 2016

Deutsche Bank Klarstellung

Paul Achleitner: Die Affäre um die Libor-Zinsmanipulation könnte ein juristisches Nachspiel für den Aufsichtsratschef der Deutschen Bank haben
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Paul Achleitner: Die Affäre um die Libor-Zinsmanipulation könnte ein juristisches Nachspiel für den Aufsichtsratschef der Deutschen Bank haben

Im letzten Heft haben wir im Beitrag "F wie Achleitner" darüber berichtet, wie der Skandal um die Manipulation des Libor-Zinssatzes durch Händler diverser Banken auch Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner berührt.

Die britische Finanzaufsicht FCA erhöhte ihre Strafe gegen die Deutsche Bank wegen mangelnder Kooperation der Bank bei den Ermittlungen um rund 100 Millionen Pfund. Dabei haben wir berichtet, die FCA betrachte Herrn Achleitner als "Spiritus Rector" dieser mangelnden Kooperation. Einen solchen Vorwurf hat die FCA allerdings gar nicht formuliert. Sie hat Herrn Achleitner, der im Bericht der FCA als "Senior Manager F" bezeichnet wird, als Zeugen angehört.

Auch die US-Behörden haben keine persönlichen Vorwürfe gegen Herrn Achleitner erhoben. Die Behörden belassen es in ihren Berichten bei der Schilderung von Beispielen für die in ihren Augen unzureichende Zusammenarbeit. Wir bedauern, wenn durch unsere Berichterstattung ein anderer Eindruck entstanden sein sollte. Inzwischen hat Deutsche-Bank-Vorstandschef John Cryan angekündigt, dass der gesamte Vorgang noch einmal intern überprüft wird, wie es das deutsche Aktienrecht nahelegt. Dies betrifft alle Beteiligten und Zeugen.

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