Samstag, 3. Dezember 2016

Alle Artikel und Hintergründe

Neue Nummer drei hinter Deutsche Bank und Commerzbank Großfusion von DZ Bank und WGZ Bank

Schon groß, bald noch größer: Der zweite Turm von rechts beherbergt die DZ Bank in Frankfurt.

Wolfgang Kirsch kann einen großen Erfolg verkünden. Nach Jahren vergeblicher Anläufe führt der Chef der DZ Bank sein Institut mit der kleineren WGZ zusammen. So entsteht eine neue Nummer drei der Branche in Deutschland.

Die größte Fusion im deutschen Finanzgewerbe seit den Zusammenschlüssen von Commerzbank und Dresdner sowie Deutscher Bank und Postbank ist perfekt: Die Aufsichtsräte der genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ und WGZ haben sich nach Informationen von manager-magazin.de am Mittwochabend darauf verständigt, dass die beiden Häuser im Laufe des kommenden Jahres miteinander verschmelzen.

Am Donnerstagmittag wollen DZ und WGZ die Öffentlichkeit informieren. DZ und WGZ fungieren quasi als Zentralbanken der rund 1000 deutschen Volks- und Raiffeisenbanken: die WGZ in Nordrhein-Westfalen, die DZ im restlichen Bundesgebiet. Mit gut 400 Milliarden Euro Bilanzsumme im Jahr 2014 ist die Frankfurter DZ deutlich größer als die WGZ mit 95 Milliarden Euro.

Mit der kombinierten Bilanzsumme von knapp 500 Milliarden Euro wird sich die neue Bank an der staatlichen KfW-Bankengruppe (489 Mrd. Euro) an die dritte Position im deutschen Bankenmarkt schieben. Vor ihr liegen dann noch die Commerzbank mit 564 Mrd. Euro Bilanzsumme und der deutlich größere Marktführer Deutsche Bank einer Bilanzsumme von 1700 Mrd. Euro.

Personell wird in dem fusionierten Genossen-Institut der größere Partner DZ Bank die Führung inne haben: DZ-Vorstandschef Wolfgang Kirsch und sein Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Gottschalk sollen in jeweils gleicher Funktion die neue Gruppe anführen. WGZ-Aufsichtsratschef Werner Böhnke wird Gottschalks Vize, WGZ-CEO Hans-Bernd Wolberg Kirschs Stellvertreter.

Seite 1 von 2
Nachrichtenticker

© manager magazin 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH