Donnerstag, 21. September 2017

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Standort Frankfurt Goldman Sachs könnte Mitarbeiterzahl wegen Brexit vervierfachen

Skyline von Frankfurt: Mehr Goldmänner nach Deutschland?

Viele Banken zieht es wegen des Ausstiegs Großbritanniens aus der EU nach Frankfurt am Main. Die US-Bank Goldman Sachs will die Anzahl ihrer Mitarbeiter deutlich erhöhen und sucht offenbar schon nach größeren Büroräumen.

Für die deutsche Finanzbranche dürfte sich Frankfurt als großer Gewinner im Kampf um Banken-Arbeitsplätze nach dem Brexit erweisen: Die US-Investmentbank Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen plant die Zahl der Mitarbeiter in Frankfurt zu vervierfachen. Derzeit arbeiten für das Institut 200 Menschen in Frankfurt.

"Wir haben bereits mehrmals gesagt, dass wir unsere Belegschaft in Frankfurt verdoppeln wollen, nun gibt es mehrere Szenarien, die dafür sprechen die Anzahl zu verdrei- oder zu vervierfachen", sagte Wolfgang Fink, Vize-Deutschlandchef der US-Bank auf einer Konferenz. Der Grund: Großbritannien will Ende März 2019 aus der EU austreten. Die Bank will nicht Gefahr laufen, Geschäfte in der EU zu verlieren, wenn Großbritannien die EU verlässt.

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg sucht die US-Investmentbank bereits nach neuen Bürogebäuden, um die Mitarbeiter unterzubringen. Derzeit belegt die Bank die obersten Stockwerke des Messeturms.

Neben Goldman Sachs planen auch Citigroup, JP Morgan, Morgan Stanley und UBS, Hunderte Arbeitsplätze nach Frankfurt zu verlagern. Die drei japanischen Banken Daiwa Securities, Nomura und Sumitomo Mitsui zieht es ebenfalls nach Frankfurt.

Auch die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen wird voraussichtlich Tausende Arbeitsplätze aus London in die deutsche Finanzmetropole verlegen. Der Banken-Lobbyverband Frankfurt Main Finance rechnet insgesamt mit 10.000 neuen Jobs in Frankfurts Finanzsektor.

Doch Frankfurt profitiert bisher nicht am stärksten: Eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY zufolge haben 19 Finanzunternehmen in Großbritannien angekündigt, Personal und Geschäftsbereiche nach Dublin zu verlegen. Nach Frankfurt zieht es 18 Institute, nach Luxemburg 11.

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