Dienstag, 24. Oktober 2017

Marc Nachmann wird Co-Chef des Investmentbankings Deutscher rückt ins Machtzentrum bei Goldman Sachs

Marc Nachmann: Mit 46 bereits Co-Investmentbanking-Chef der US-Bank Goldman Sachs
Goldman Sachs
Marc Nachmann: Mit 46 bereits Co-Investmentbanking-Chef der US-Bank Goldman Sachs

Marc Nachmann (46) kam bereits als junger Mann zu Goldman Sachs. Jetzt ist der Deutsche Co-Chef der Investmentbanking-Sparte geworden und gehört dem obersten Führungskreis der Elite-Bank an.

Die US-amerikanische Großbank Goldman Sachs lässt die nächste Generation im Investmentbanking ans Ruder. Neben Gregg Lemkau (47) rückt mit Marc Nachmann (46) auch ein Deutscher an die Spitze und besetzt damit einen der begehrtesten und prestigeträchtigsten Jobs in der Finanzindustrie.

Zusammen mit John Waldron, der bereits seit 2014 die Investmentbank-Sparte führt, ist dann das neue Dreigestirn perfekt. Das Trio verantwortet und beaufsichtigt Geschäfte in einem Volumen von rund 6,3 Milliarde Dollar (2016).

Die Investmentbanking-Sparte ist die zweitgrößte Gewinnquelle der Bank, sie ist führend bei Firmenfusionen und verlangt mit die höchsten Gebühren. Nachmann arbeitet seit 1994 im Investmentbanking bei Goldman Sachs, wurde 2002 Managing Director und 2004 Partner der Investmentbank. Vor seinem Aufstieg in die Investmentbank-Spitze zeichnete der Deutsche für das globale Finanzierungs- und das Lateinamerika-Geschäft der Bank verantwortlich.

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Bild: Getty Images / Wochit

Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein, der Nachmann 2015 in das Management Committee und damit den obersten Führungskreis US-Bank geholt hatte, erklärte laut Bloomberg: "Gregg und Marc haben eng mit vielen unserer Kunden auf der ganzen Welt bei wichtigsten Transaktionen gearbeitet." Blankfein bescheinigte den zwei neuen Spitzenmanagern zugleich ein "tiefes und umfassendes Verständnis von Branchen und Märkten", das dazu beigetragen habe das globale Angebot der Bank als führender Berater und Geldgeber zu etablieren.

Der deutsche Investmentbanker profitierte bei seinem jüngsten Karrieresprung allerdings auch von der Tatsache, dass US-Präsident Donald Trump Gary Cohn zu sich in den Beraterstab holte. Mit dem Weggang des Vize-Chefs der Investmentbank begann das große Stühlerücken bei Goldman Sachs.

Nachmann hatte bereits als junger Mann Deutschland in die USA verlassen und an der Wesleyan University studiert, deren Board-Mitglied er heute noch ist.

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rei

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