Samstag, 23. Juli 2016

Banklizenz in Irland Facebook könnte schon bald zur Bank werden

Facebook: Geldübertragungen künftig auch über das soziale Netz?

Ein Alptraum der Kreditinstitute dürfte bald Realität werden: Facebook steht einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor dem Erhalt einer Banklizenz in Irland. Dann könnte Facebook Finanzdienstleistungen anbieten und zum Zahlungsabwickler im Netz werden. Google ist schon einen Schritt weiter.

London - Mit der Zulassung durch die irische Notenbank dürfte das Online-Netzwerk in der Europäischen Union gültiges eigenes elektronisches Geld ausgeben, schrieb die "Financial Times" (Montagausgabe) unter Berufung auf mehrere an dem Vorgang beteiligte Personen. Mit dem Schritt will das Unternehmen Finanzdienstleistungen anbieten und zum Zahlungsabwickler im Netz werden.

Dazu dürften Anwender Geld in eine virtuelle Facebook-Währung umwandeln und untereinander Zahlungen vornehmen. In den USA darf der Internetkonzern bereits einige Transaktionen durchführen, so können Nutzer zum Beispiel auf der Seite Spiele kaufen und erweitern.

Teil von Facebooks Strategie sei es, in den aufstrebenden Schwellenländern den Fuß in die Tür zu bekommen, schreibt das Blatt. So sollen Geldübertragungen von Gastarbeitern in ihre Heimatländer künftig über die Facebook-Plattform möglich werden.

Mit mindestens drei jungen Londoner Anbietern von Geldtransfers habe Facebook Börsen-Chart zeigen bereits mögliche Partnerschaften besprochen, heißt es laut der Zeitung von Teilnehmern. Für Facebook könnte sich mit einem Ausbau bei Zahlungsgeschäften auch eine neue Erlösquelle auftun.

Die Zeit drängt: Konkurrent Google Börsen-Chart zeigen besitzt im Vereinigten Königreich bereits eine Banklizenz. Die US-Handelsplattform Ebay Börsen-Chart zeigen hat ihre Tochter Paypal mittlerweile als eine Alternative zu Kreditkarten oder Banküberweisungen im Internet etabliert. Derzeit weiten zudem chinesische Rivalen wie das dort führende Internetkaufhaus Alibaba ihre Bemühungen auf dem Gebiet aus. Facebook verdient sein Geld bislang vor allem mit Werbung.

la/reuters/dpa

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