Montag, 18. Dezember 2017

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Donald Trumps Kredit wird restrukturiert So will die Deutsche Bank ihr Trump-Problem loswerden

Protest vor Trump-Hotel in Washington: Das Gebäude hat die Deutsche Bank mit finanziert

Die Deutsche Bank ist größte Gläubigerin von Donald Trump - eine Rolle, die keine US-amerikanische Bank übernehmen wollte, lange bevor etwaige Interessenkonflikte wegen der Position des US-Präsidenten aufkamen. Diese Ausnahmestellung ist dem Konzern aus verschiedenen Gründen unangenehm. Laut mehreren Medienberichten versucht er derzeit, seine Trump-Kredite zu restrukturieren.

Offiziell will die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen nichts zu ihren Trump-Deals sagen. Aber die Verbindlichkeiten von gut 300 Millionen Dollar - etwa die Hälfte von Trumps Gesamtschulden - musste der Kandidat im Wahlkampf offenlegen. Und ein "Bloomberg"-Bericht auf Grundlage von Insidergesprächen erklärt die Probleme der Bank.

Drei Trump-Immobilien wurden mit Hilfe der Deutschen Bank finanziert:

  • das Golf-Resort Doral bei Miami, wo Trump früher Schönheitswettbewerbe und eine Siegesfeier zur Wahl abhielt, für rund 125 Millionen Dollar
  • ein Hotel- und Büroturm in Chicago, der dem Geldhaus in der Finanzkrise bereits Probleme bereitete, für zwischen 25 und 50 Millionen Dollar
  • und die Renovierung des vom Staat gemieteten Alten Postamts in Washington, wo erst im Oktober 2016 - kurz vor der Wahl - ein neues Trump-Hotel eröffnete; der 170-Millionen-Dollar-Kredit wurde 2015 gewährt

Restrukturierung ist in Zusammenhang mit Krediten ein böses Wort. Meist wird damit eine Umschuldung beschönigt, die nötig wird, weil der Schuldner seine Zahlungspflicht nicht erfüllen kann oder will - man könnte auch Pleite dazu sagen. Doch während der Schuldner Trump und die Gläubigerin Deutsche Bank sich in der Vergangenheit schon vor Gericht über Zahlungsmoral stritten, gilt diesmal nicht das Kreditrisiko als Problem. Die laufenden Darlehen würden regelmäßig bedient, heißt es.

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