Freitag, 25. Mai 2018

Umstrittene Bestellung eines Aufsichtsrats Deutsche Bank vor turbulenter Hauptversammlung

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main.

Klarstellung

in Sachen Deutsche Bank:

"Unter www.manager-magazin.deberichteten wir am 19.01.2018 unter der Überschrift "Deutsche Bank findet Hinweise auf zweifelhafte Geschäfte von Trumps Schwiegersohn Kushner" zunächst, die Deutsche Bank habe Indizien, dass der Immobilieninvestor Jared Kushner oder ihm nahestehende Firmen oder Personen bei ihren Geschäften verdächtiges Geld über die Deutsche Bank gelenkt haben könnten und derartige Informationen durch die Deutsche Bank der deutschen Finanzaufsicht BaFin übermittelt worden seien. Später aktualisierten wir diese Meldung dahingehend, dass diese Informationen mündlich als Zwischenstand mitgeteilt worden seien.

Hierzu möchten wir klarstellen: Einen schriftlichen oder mündlichen Sachstandszwischenbericht oder eine vergleichbare Meldung an die BaFin hat es nicht gegeben."

Deutsche Bank vor turbulenter Hauptversammlung

Der Führung der Deutschen Bank unter ihrem Aufsichtsratsvorsitzenden Paul Achleitner droht Ungemach: So sollen auf der Hauptversammlung im Mai widersprüchliche Aussagen Achleitners und der Bank zur Bestellung des Aufsichtsrats Alexander Schütz thematisiert werden. Schütz ist Vertreter des umstrittenen chinesischen Großaktionärs HNA.

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Achleitner hatte auf der Hauptversammlung 2017 ausweislich des Protokolls gesagt, die Bestellung von Schütz für den Aufsichtsrat sei mithilfe externer Experten erfolgt. Später sagte ein Jurist der Bank, die Aussage Achleitners sei allgemein auf die Auswahl von Kandidaten zu beziehen, nicht konkret auf Schütz. Der Aktionär und Berufsopponent Karl-Walter Freitag will dazu eine Sonderprüfung auf der Hauptversammlung durchsetzen oder sie, so er scheitert, einklagen.

Freitag meint, HNA habe das Mandat für Schütz als Gegenleistung für eine milliardenschwere Kapitalinjektion bei der Deutschen Bank bekommen. Die Deutsche Bank bestreitet das.

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