Donnerstag, 24. August 2017

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Stärkere Orientierung an Kunden und Produkten Deutsche-Bank-Vorstand baut Investmentbanking erneut um

Vize-Vorstandschef Marcus Schenck und Garth Ritchie (r.), ebenfalls Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, leiten zusammen die zusammengelegte Unternehmens- und Investmentbank (CIB) und kündigen in einer Mail an die Mitarbeiter einen weitreichenden Umbau des Investmentbankings an
REUTERS; imago
Vize-Vorstandschef Marcus Schenck und Garth Ritchie (r.), ebenfalls Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, leiten zusammen die zusammengelegte Unternehmens- und Investmentbank (CIB) und kündigen in einer Mail an die Mitarbeiter einen weitreichenden Umbau des Investmentbankings an

Die Deutsche Bank will zum 1. Juli ihr Investment-Banking erneut umbauen. Nach einem Bericht der "Börsen-Zeitung" (kostenpflichtig), haben Marcus Schenck, Vize-Vorstandschef und bisheriger Finanzchef des Geldinstituts, sowie Garth Ritchie in einer E-Mail an die Mitarbeiter eine umfangreiche Neuorganisation des Investment-Banking angekündigt.

Die beiden Top-Manager übernehmen wie geplant die im März wieder zusammengelegte Unternehmens- und Investmentbank (CIB). Die CIB soll sich künftig stärker an Kunden und Produkten statt an Regionen orientieren, heißt es in dem Bericht. Ziel sei es, die Kapitalmarkt- und Emissionsexpertise aus einer Hand anzubieten.

An der nun beschlossenen Neuorganisation habe die Führung in den vergangenen drei Monaten gearbeitet. Kern sei eine Neujustierung des Kapitalmarktgeschäfts innerhalb der CIB, indem eine neue, separate Sparte Global Capital Markets (GCM) gebildet wird.

Dadurch wolle die Bank ihren Kunden "die gesamte Kapitalmarkt- und Emissionsexpertise der Deutschen Bank aus einer Hand anbieten", zitiert die Bank aus der Mitteilung an die Belegschaft.

Neue Sparte soll das Kapitalmarktgeschäft neu organisieren

Die Sparte GCM werden von zwei Managern geleitet: Alexander von zur Mühlen, der zuvor noch die Refinanzierung der Bank managte, wird dem Bericht zufolge von Frankfurt aus für Europa zuständig sein. Mark Fedorcik wiederum von New York aus für die USA. Chairman der GCM-Sparte werde Mark Hantho, Experte für das Aktienemissionsgeschäft. Als spezialisierter Produktbereich in der Kundenbetreuung solle GCM eng mit Corporate Finance und der Institutional Client Group zusammenarbeiten, berichtet die "Börsen-Zeitung" weiter.

In Corporate Finance, also dem Beratungs- und Finanzierungsgeschäft mit Unternehmen, werde sich die Deutsche Bank nicht mehr nach Regionen, sondern nach Branchen neu sortieren. Laut Schenck würden globale Branchen-Teams in Europa, den USA sowie in der Region Asien-Pazifik eng mit den Länderteams zusammenarbeiten, die vor Ort Kunden betreuen.

In der neuen Aufstellung sollen sich Schenck und Ritchie die Verantwortung und Zuständigkeiten teilen. Schenck wolle sich auf die Kundenbetreuung und Ritchie auf Prozesse und Produkte konzentrieren, heißt es in dem Bericht weiter. Schenck werde für Corporate Finance, GCM und die Institutional Clients Group zuständig sein, Ritchie in erster Linie für Equities, Fixed Income & Currencies sowie die Transaktionsbank (Global Transaction Banking).

rei

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