Montag, 22. Oktober 2018

Hauptaktionär braucht dringend Geld HNA reduziert schon wieder Anteil an Deutscher Bank

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt: HNA will weiter Hauptaktionär bleiben

Der hoch verschuldete chinesische Großaktionär HNA hat seine Beteiligung an der Deutschen Bank abermals gesenkt. Diese beläuft sich nun auf 7,9 Prozent, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung vom Wochenende hervorgeht.

Erst im Februar hatte HNA seinen Anteil an dem Geldhaus auf etwa 8,8 Prozent von zuvor rund 10 Prozent reduziert. "Eine weitere Reduzierung der Beteiligung ist nicht vorgesehen", hatte HNA damals erklärt.

Am Montag begründete HNA die Kehrtwende mit den aktuellen Marktbedingungen. Deshalb habe man sich entschieden, einen Teil der Finanzierung für die Beteiligung nicht zu verlängern. Es sei aber weiter das Bestreben des Konzerns, einer der großen Aktionäre der Bank zu bleiben, hieß es von einem Sprecher.

HNA hatte das Aktienpaket, das über den österreichischen Finanzinvestor C-Quadrat gehalten wird, Anfang vergangenen Jahres teilweise auf Pump gekauft und über komplexe Optionsgeschäfte abgesichert. HNA war damit zum Hauptaktionär der Deutschen Bank aufgestiegen, vor dem Vermögensverwalter Blackrock und dem Emirat Katar.

Die Deutsche-Bank-Aktie Börsen-Chart zeigen hat seit Jahresbeginn 27 Prozent verloren. Am Montag notierten die Papiere unverändert bei 11,58 Euro.

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HNA steht unter Druck: Der Mischkonzern hatte in den zurückliegenden Jahren für rund 50 Milliarden Dollar in aller Welt Beteiligungen und Immobilien erworben. Zuletzt hatte die HNA-Führung die Gläubiger vor einem Liquiditätsengpass gewarnt und damit begonnen, sich von einem Teil der Investments zu trennen, um wieder an flüssige Mittel zu bekommen. Doch der geplante milliardenschwere Börsengang des Schweizer Bordverpflegungs-Unternehmens Gategroup war geplatzt, die milliardenschwere Emission des Flugzeugabfertigers Swissport wurde auf Eis gelegt.

mg/rtr/dpa-afx

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