Montag, 19. November 2018

Experten prüfen Abstufung Fitch zweifelt an Ertragskraft der Deutschen Bank

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Die Ratingexperten von Fitch haben Zweifel, dass es der Deutschen Bank gelingt, 2017 so viel mehr Erträge zu erwirtschaften, dass es sein Eigenkapital wie geplant aus eigener Kraft aufstocken kann. Deshalb prüft Fitch eine Herabstufung der Bonitätsnote für das größte deutsche Geldhaus.

Die Deutsche Bank will die harte Kernkapitalquote bis Ende 2018 von 11,1 auf 12,5 Prozent verbessern. Die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) soll sich auf 4,5 Prozent verbessern. Fitch versah die Note "A-", mit der sie die Bank langfristig bewertet, am Donnerstag mit dem Hinweis "Rating Watch Negative". "A-" ist die siebtbeste Note auf der 21-stufigen Skala von Fitch.

Moral der Belegschaft und Kundenvertrauen als Unsicherheitsfaktor

Eine Entscheidung, ob sie tatsächlich gesenkt wird, soll spätestens nach Vorlage der Geschäftszahlen für das erste Quartal fallen. Die Ratingexperten erwarten vom Jahresstart 2017 Aufschluss darüber, wie die Bank mit ihrem Umbau und ihren Maßnahmen zur Kostensenkung vorankommt und ob sie ihre Position gegenüber den anderen großen Investmentbanken verteidigen kann. Die Bank müsse ihre Fähigkeit zeigen, ihr Ertragspotenzial zu verbessern, um ihr Langfrist-Rating 'A-' zu halten, hieß es.

Fragezeichen sieht Fitch vor allem wegen des schleppenden Geschäfts in Europa und in Teilen Asiens. Auch das wacklige Vertrauen der Kunden und die Moral der Belegschaft könnten es ihr im Konkurrenzkampf schwer machen. Bis zum ersten Quartal könne die Bank auch einige ihrer großen Rechtsstreitigkeiten beigelegt haben, heißt es in der Studie. Eventuelle Rückschläge auf diesem Gebiet könnten das Rating ebenfalls gefährden, warnt Fitch.

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Bild: Wochit / Getty Images

rei/Reuters

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