Donnerstag, 14. Dezember 2017

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Nachfolger für Deutsche-Bank-Chef Zweifel an Cryan - und an den Kronprinzen Schenck und Sewing

Deutsche Bank Chef John Cryan (rechts), Stellvertreter Marcus Schenck: "Die Schonfrist läuft ab"

Einflussreiche Aktionäre der Deutschen Bank zweifeln nicht nur an der Führungskompetenz von Vorstandschef John Cryan, sondern auch der seiner Stellvertreter Christian Sewing und Marcus Schenck. "Die Schonfrist läuft ab. Es ist viel wahrscheinlicher, dass der nächste CEO von außen kommt", heißt es bei einem Großanleger, der ausspricht, was einige der einflussreichen Aktionäre denken. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (22. September) im Handel ist.

Cryans Amtszeit endet erst 2020. Doch die Zweifel wichtiger Investoren werden immer größer, dass der Brite die ausgezehrte Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen erfolgreich umbauen und die Belegschaft neu motivieren kann. Einflussreichste Aktionäre sind Chinas HNA-Konzern, US-Vermögensverwalter BlackRock sowie die Katarer Hamad Bin Khalifa Al Thani und Hamad Bin Jassim Bin Jabor Al Thani.

Chancen für Spartenvorstände sinken

Schenck, seit Juli zuständig für das Investmentbanking, sowie Sewing, seit 2015 verantwortlich für Privat- sowie kleine und mittelgroße Unternehmenskunden, amtieren seit diesem Frühjahr als seine Stellvertreter und gelten konzernintern als Kandidaten für Cryans Nachfolge - einzeln oder im Tandem.

Beide haben Mammutaufgaben zu bewältigen: Schenck muss das Unternehmensfinanzierungsgeschäft mit dem Wertpapierhandel verschmelzen, Sewing in seiner Sparte Massenkunden, vermögende Wealth-Kunden sowie die Postbank unter einen Hut bringen.

Sorge bereitet den Investoren vor allem, dass der Anleihen- und Devisenhandel, jahrelang mit Abstand ertragsreichster Bereich des Konzerns, unter Schencks Regie nicht mehr an alte Zeiten anknüpfen kann. Schenck müsse in den nächsten zwei oder drei Quartalen liefern, heißt es.

Dem Investmentbanking, wiewohl in der Vergangenheit Quelle zahlreicher, kostspieliger Skandale, gilt das Hauptaugenmerk der Investoren; Sewings Sparte wird dagegen als weniger bedeutsam wahrgenommen.

Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der Oktober-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen.
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