Dienstag, 31. Mai 2016

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Deutsche-Bank-Chef "Wir sind besser als wir wahrgenommen werden"

Deutsche-Bank-Chef John Cryan: "Ich habe einiges entdeckt, was mir nicht gefällt. Wahr ist aber auch: Wir gehen die Veränderungen konsequent an. Wir sind besser als wir momentan von außen wahrgenommen werden."

Deutsche-Bank-Chef John Cryan will das Profil des Instituts schärfen und ausbauen. Auch sieht er die Bank stärker als es derzeit die Investoren tun.

Der neue Deutsche-Bank-Chef John Cryan will Deutschlands größtes Geldhaus zu seinen Wurzeln zurückführen. Das Rückgrat der Bank sei der internationale Zahlungsverkehr und das internationale Kapitalmarktgeschäft, um Unternehmen von Deutschland aus in die Welt zu begleiten. "Wir haben ein funktionierendes Geschäftsmodell. Wir werden unsere Position als eine führende Firmenkunden- und Kapitalmarktbank in Europa weiter ausbauen", sagte Cryan am Mittwoch auf einer Branchenkonferenz in Frankfurt.

Cryan traut seinem Haus also einen führende Rolle zu - trotz Aktienkursabsturz und Milliardenverlust: "Ich sehe uns nicht im Verteidigungsmodus. Wir gehen die Veränderungen konsequent an. Wir sind besser, als wir im Moment von außen wahrgenommen werden."

Die Deutsche Bank sei zuletzt besonders hart vom Markt abgestraft worden. Liquidität sei aber - anders als von manchen Investoren befürchtet - nicht das Problem des Instituts. Vielmehr stehe die Frage nach der künftigen Rentabilität im Fokus.

Cryan will sich mit Postbank-Verkauf nicht unter Druck setzen lassen

Cryan will sich sich angesichts der derzeit schlechten Stimmung an den Börsen mit dem Verkauf der Postbank Zeit lassen. "Es ist möglich die Postbank zu verkaufen, die Frage ist nur zu welchem Preis", sagte der Vorstandschef. Deshalb wolle sich die Deutsche Bank bei ihren Verkaufsplänen nicht unter Druck setzten lassen. Ziel bleibe, die Bonner Tochter bis Ende 2017 aus der eigenen Bilanz zu haben.

Die Vorbereitungen für die Trennung seien gut unterwegs. Derzeit favorisiert der Dax-Konzern für die Postbank einen Börsengang.

rei/dpa/Reuters

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