Mittwoch, 20. September 2017

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Deutsche Bank baut Kontrollgremium um Deutsche Bank holt zwei Österreicher - Ex-SAP-Chef Kagermann will nicht mehr

Vertreter des chinesischen Großaktionärs, jetzt mächtiger Mann der Deutschen Bank: Alexander Schütz

Er ist zwar Österreicher, vertritt aber den neuen chinesischen Großaktionär HNA: Mit Alexander Schütz holt die Deutschlands größtes Geldinstitut einen Vertreter ihres neuen Ankerinvestors aus Asien in ihr Kontrollgremium. Und auch ein wichtiger Google-Mitarbeiter ist neu dabei.

Die Deutsche Bank will Teile ihres Aufsichtsrats neu besetzen. Der langjährige Vertraute von Chefkontrolleur Paul Achleitner, Ex-SAP-Chef Henning Kagermann, will das Unternehmen im kommenden Jahr verlassen. Er soll nach der Hauptversammlung 2018 durch den Deutschlandchef der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers ersetzt werden, Norbert Winkeljohann.

Zudem konnte der Österreicher Achleitner schon jetzt zwei weitere Österreicher für sein Gremium gewinnen: Gerhard Eschelbeck, Sicherheitschef des Suchmaschinenriesen Google, soll im Mai mit der Hauptversammlung in das Aufsichtsgremium einziehen, teilte die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen am Donnerstagabend in Frankfurt mit.

Außerdem rückt mit Alexander Schütz ein Vertreter des neuen chinesischen Großaktionärs HNA in das Gremium ein. "Wir freuen uns, dass ein weiterer Ankerinvestor auf den langfristigen Erfolg der Deutschen Bank setzt", sagte der Achleitner.

Schütz ist Gründer und Vorstand des Vermögensverwalters C-Quadrat. C-Quadrat verwaltet die Deutsche-Bank-Aktien der HNA-Gruppe. Der chinesische Mischkonzern war Mitte Februar bei der Deutschen Bank mit gut drei Prozent als neuer Großaktionär eingestiegen - und hat eine moderate Erhöhung der Anteile nicht ausgeschlossen.

Der wie auch Schütz aus Österreich stammende IT-Experte Eschelbeck soll nach dem Willen des Aufsichtsrats die Nachfolge des ausscheidenden Ex-Siemens-Chefs Peter Löscher antreten. Dieser steht auf der nächsten Hauptversammlung am 18. Mai nicht für

Auch neu bei der Deutschen Bank: Gerhard Eschelbeck.

eine Wiederwahl bereit. Aufsichtsratschef Achleitner betonte, dass es gelungen sei, mit Eschelbeck einen Kenner des kritischen Themas Cybersicherheit für die Bank zu gewinnen.

Achleitner selbst wurde wie erwartet vom Aufsichtsrat für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren nominiert. Er war 2012 parallel zur einstigen Doppelspitze Anshu Jain und Jürgen Fitschen oberster Kontrolleur der Deutschen Bank geworden. Zwischenzeitlich war Achleitner ebenfalls für die Talfahrt des Instituts verantwortlich gemacht worden. Mitte 2015 zog er die Notbremse und ersetzte Jain durch den Briten John Cryan, der die Bank sanieren soll.

dpa/wed/soc

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