Sonntag, 16. Dezember 2018

Geldhaus strafft Vertrieb Commerzbank schafft eine Führungsebene ab

Filiale: "Die Zahl wird tendenziell eher sinken als zunehmen", sagt Privatkunden-Vorstand Martin Zielke

Weil die Zahl der Filialen sinkt, strafft die Commerzbank den Vertrieb: Einem Bericht zufolge dampft Deutschlands zweitgrößte Bank die Zahl der Führungsebenen auf drei ein - ohne Jobabbau.

Frankfurt am Main - Die Commerzbank Börsen-Chart zeigen strafft ihren Vertrieb im Privatkunden- und Mittelstandgeschäft und streicht dabei eine Führungsebene. "Als wir noch 1600 Filialen hatten, waren vier Führungsebenen gerechtfertigt, jetzt ist das nicht mehr der Fall - zumal die Zahl der Filialen tendenziell eher sinken als zunehmen wird", sagte Privatkunden-Vorstand Martin Zielke dem "Handelsblatt". Mittlerweile gebe es nur noch rund 1100 Filialen.

Künftig solle es deshalb bundesweit fünf regionale Verantwortungsreiche im Vertrieb geben, die von fünf Bereichsvorständen geführt werden. Darunter werde es nicht mehr 25 Gebietsfilialleiter und rund 200 Regionalfilialleiter sowie Leiter Wealth Management geben, sondern 65 Niederlassungsleiter. "Damit entfällt eine komplette Führungsebene im Vertrieb", sagte Zielke.

Die straffere Führungsstruktur sei auch der wachsenden Bedeutung digitaler Angebote geschuldet, sagte Zielke. "Digitalisierung bedeutet auch Beschleunigung. Bislang dauert es aber zu lange, bis wir Veränderungen umsetzen."

Auch die Zahl der Produkte solle deutlich reduziert werden. Ein Commerzbank-Sprecher erklärte, vom Umbau seien 160 Personen betroffen, die künftig an anderer Stelle eingesetzt würden. Insgesamt ändere sich an der Zahl der Beschäftigten und der Filialen nichts.

ts/dpa-afx/rtr

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