Montag, 25. Juli 2016

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Ist Blockchain mehr als nur Hype? Die Zukunft des Geldes - So reden Sie mit

Energiehunger: Die Rechenzentren hinter der Blockchain brauchen für eine Transaktion so viel Strom wie eine US-Familie pro Tag

Für die Deutsche Bank ist Blockchain "eine der ersten wirklich disruptiven Ideen aus dem Fintech-Bereich". Die spanische Großbank Santander rechnet mit einem Sparpotenzial von bis zu 20 Milliarden Dollar pro Jahr und hat in ihrem Innovationslabor angeblich schon 20 bis 25 Anwendungsfälle gesammelt, wie sie die neue Technik nutzen könnte.

Etliche Startups schmücken sich mit dem Begriff "Blockchain". Sogar die Ur-Finanzmagierin Blythe Masters macht jetzt wieder Furore - mit einem Blockchain-Startup. Die Firma R3 hat inzwischen 42 internationale Großbanken als Geldgeber versammelt, also fast alle von Rang und Namen. Unter Chain.com haben sich die Technologiebörse Nasdaq Börsen-Chart zeigen, die Kreditkartenfirma Visa Börsen-Chart zeigen und die Citigroup Börsen-Chart zeigen zusammengeschlossen.

Blockchain, Blockchain, Blockchain. Aber worin genau die Idee besteht, die laut Deutscher Bank einen "Paradigmenwechsel im vorherrschenden Finanzsystem" bringen und "einzelne Geschäftsbereiche traditioneller Banken künftig überflüssig" machen könnte, ist schon schwieriger zu beschreiben.

Ein zentrales Register wird überflüssig

Er habe etliche Experten befragt und "keine zwei gleichen Antworten bekommen", schreibt Tony Arcieri in seinem Blog. Arcieri arbeitet immerhin im Sicherheitsteam von Square, einem der führenden Anbieter für mobiles Bezahlen, sitzt also an einer Schlüsselstelle für die Technik der Geldwelt von morgen. Man könnte ihn selbst als Blockchain-Experten heranziehen.

Grob gesagt, beschreibt Blockchain die Struktur der Datenbank hinter der digitalen Alternativwährung Bitcoin: Alle Bitcoin-Transaktionen werden auf allen beteiligten Rechnern gespeichert, in Blocks zusammengefasst, die jeweils mit sämtlichen vorangegangenen Transaktionen verkettet sind (Kette = chain).

Ein zentrales Register wie in einer Bank oder einer Börse (oder einer staatlichen Behörde) entfällt damit. Das Netz der Teilnehmer übernimmt die Kontrolle darüber, dass eine Zahlung echt ist, Geld den Besitzer wechselt und der Zahler tatsächlich über dieses Geld verfügte. Alle wissen alles (nur die Namen der Teilnehmer werden anonymisiert). Das dezentrale Wissen macht Fälschungen zwar nicht unmöglich, aber hinreichend kompliziert.

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