Freitag, 14. Dezember 2018

Spanien Caixabank nimmt Barclays mehrere Sparten ab

Leihfahrräder in London: Barclays stößt Teile seines Spanien-Geschäfts ab

Die Caixabank, Nummer drei in Spanien, übernimmt für voraussichtlich 800 Millionen Euro mehrere Sparten von der britischen Barclays, darunter das Privat- und Firmenkundengeschäft sowie die Vermögensverwaltung.

Madrid - Die britische Großbank Barclays Börsen-Chart zeigen trennt sich von mehreren Sparten in Spanien. Für 800 Millionen Euro erwirbt Caixabank das Privat- und Firmenkundengeschäft sowie die Vermögensverwaltung der Briten, wie das in Barcelona ansässige Geldhaus mitteilte. Das Investmentbanking- und Kreditkartengeschäft in Spanien verblieben bei Barclays.

Der letztliche Preis hänge vom Wert der Barclays-Assets am Jahresende ab, sagte Caixabank dem "Wall Street Journal" (WSJ). Barclays teilte mit, das Spaniengeschäft beinhalte ein Vermögen von 22,2 Milliarden Euro und Verbindlichkeiten in Höhe von 20,5 Milliarden per Ende Juni.

Caixabank ist das drittgrößte Kreditinstitut Spaniens hinter dem Marktführer giants Banco Santander Börsen-Chart zeigen und der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria Börsen-Chart zeigen. Die Transaktion solle bis zum Jahresende unter Dach und Fach gebracht werden.

Mit dem Zukauf übernimmt Caixabank dem "WSJ" zufolge 550.000 neue Firmen- und Privatkunden, 270 Filialen und 2400 Mitarbeiter. Da das Institut ohnehin die meisten Filialen der spanischen Banken betreibt, seien Schließungen wahrscheinlich.

Barclays befindet sich inmitten einer Restrukturierung, die den Abbau von fast 20.000 Stellen und den Verkauf von Geschäftsteilen vorsieht. Im Zuge der Finanzkrise sind etliche Banken dazu übergegangen, sich auf ihre Stammmärkte und Gewinnbringer zu konzentrieren, um die eigene Kapitaldecke zu stärken.

ts/rtr

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