Sonntag, 25. September 2016

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Weitere US-Banken glänzen "Höchste Gewinne in einem Jahrzehnt eingefahren"

Filiale Bank of America am Times Square in New York: Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr fast vervierfacht

Trotz Turbulenzen an den Finanzmärkten, trotz Sorgen um Ölpreisverfall und schlechte Konjunkturdaten aus China: Auch die Bank of America und Morgan Stanley steigern ihre Gewinne kräftig. Das hat einen triftigen Grund.

Die Reihe der gut verdienenden US-Großbanken setzt sich fort. Am Dienstag berichteten die Branchengrößen Bank of America und Morgan Stanley über deutlich gestiegene Gewinne im vergangen Jahr. Dabei kam den US-Geldhäusern zugute, dass sie die Spätfolgen der Finanzkrise mittlerweile verdaut haben. Vor allem teure Rechtsstreitigkeiten, unter denen die Deutsche Bank immer noch leidet, hatten den US-Finanzkonzernen in den Vorjahren immer wieder die Bilanzen verhagelt. Zudem senkten die Banken die Kosten radikal.

Die Bank of America konnte ihren Gewinn im vergangenen Jahr unterm Strich nahezu vervierfachen. Auf die gewöhnlichen Aktionäre entfielen 14,4 Milliarden US-Dollar (13,2 Milliarden Euro). Im Jahr 2014 hatte ein annähernd 17 Milliarden Dollar schwerer Vergleich mit der US-Regierung über faule Hypotheken-Deals vor der Finanzkrise den Gewinn einbrechen lassen.

Brian Moynihan: Chef der Bank of America
"Wir haben 2015 unsere höchsten Gewinne in annähernd einem Jahrzehnt eingefahren", erklärte Bankchef Brian Moynihan am Sitz in Charlotte in North Carolina. Er verwies als Triebfeder unter anderem auf das Privatkundengeschäft mit einer regen Kreditvergabe. Die Anleger waren zufrieden: Die Aktie stieg vorbörslich um knapp 2 Prozent.

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