Samstag, 2. Juli 2016

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Rotstift nach Gewinneinbruch Amex will eine Milliarde Dollar sparen

Der Kreditkarten-Anbieter American Express bekommt den harten Wettbewerb in der Zahlungsverkehrsbranche zu spüren

American Express reagiert mit einem milliardenschweren Sparprogramm auf den verschärften Wettbewerb in der Zahlungsverkehrsbranche. Bis Ende 2017 sollten die Kosten um eine Milliarde Dollar gesenkt werden, teilte der Kreditkarten-Anbieter in der Nacht zu Freitag mit.

Im vergangenen Jahr hat AmEx, das auch Zahlungsnetzwerke betreibt, mehrere lukrative Kunden wie Fidelity Investments, Costco Wholesale oder JetBlue Airways verloren.

Im vierten Quartal brach der ausschüttungsfähige Gewinn den Angaben zufolge um fast 40 Prozent auf 873 Millionen Dollar ein. Grund waren auch hohe Abschreibungen. Allein 419 Millionen Dollar fielen als Belastung für Abschreibungen auf den Firmenwert und Umbaukosten im Konzern an.

Die Erträge gaben 7,6 Prozent auf knapp 8,4 Milliarden Dollar nach. Die American-Express-Aktie verlor nachbörslich 4,1 Prozent an Wert.

American Express gehört zusammen mit Visa und Mastercard zu den drei großen Kreditkarten-Anbietern. Im Unterschied zur Konkurrenz vergibt die Firma auch den eigentlichen Kredit. Die Wettbewerber sind Dienstleister vor allem der Banken und leben nur von Gebühren.

rei/dpa/Reuters

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