Montag, 27. Juni 2016

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Eine Kennzahl gegen überhöhte Gebühren  So erkennen Sie, ob Ihr Fondsmanager faul ist

Kreativität? Muss nicht sein ...

Warren Buffett und sein Finanzimperium Berkshire Hathaway Börsen-Chart zeigen sind eigentlich nichts anderes als ein großer Investmentfonds. Eine Sammelstelle für Geld, das Altmeister Buffett in andere Firmen investiert. Und bei jährlich zweistelligem Wertzuwachs wäre mancher Anleger gern mit dabei. Allerdings ist nicht jeder Fondsmanager ein Warren Buffett. Mehr noch - viele wollen es gar nicht sein.

Viele Fonds erheben zwar Gebühren für aktives Management, aber bauen einfach einen Index nach. Sie geben sich also den Anschein, durch geschickte Kniffe und Anlageentscheidungen bessere Ergebnisse als der Index erzielen zu können. Doch das funktioniert natürlich nicht, wenn nur ein Börsenindex wie der Dax Börsen-Chart zeigen oder der britische FTSE 100 Börsen-Chart zeigen nachgebildet werden. Und genau solche Mogelpackungen gibt es häufiger als man denkt.

Die Europäische Wertpapieraufsicht ESMA rechnet laut einer Erhebung damit, dass jeder siebte Aktienfonds in Europa nah am Index verwaltet wird. Das mag aus Sicht des Fondsmanagers verständlich sein - denn wer "nah" am Index baut, kann ihm kaum hinterher hinken. Und sich damit internem Druck aussetzen. In die Finanzmythologie hat es genau deswegen Jeffrey Vinik gebracht. Der lenkte bei Fidelity lange und erfolgreich den Magellan-Fonds, damals der weltgrößte Fonds. Der Index? Nebensache. Doch eines Tages verließ Vinik das Glück, er patzte - und verlor seinen Job. Der Vinik-Effekt geistert seitdem durch die Handelssäle.

Newsletter von Arne Gottschalck
Die ESMA indes ist darüber besorgt, immerhin erhielten die Investoren so nicht die erwartete Dienstleistung, schreiben "Welt" und "NZZ" unisono. Die erwartete Leistung, das ist der Versuch der Managements, einen Markt zu schlagen. Höhere Erträge zu erzielen als beispielsweise der Dax Börsen-Chart zeigen . Das kann durch geschickte Einzeltitelauswahl geschehen oder durch antizyklisches Investieren. Durch eben das, was aktives Management genannt wird. "Bei Indizes wie dem Dax ist das schwieriger als bei breiten Markindizes", sagt Detlef Glow von Thomson Reuters. "Einfach weil die Auswahl dort geringer ist und es schwerer ist, sich davon abzusetzen."

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