Samstag, 23. Juli 2016

Flucht der Reichen Vermögende ziehen Geld aus Banken ab

Auf der Flucht: "Hochvermögende entziehen den Banken systematisch Kapital"

Deutschlands Wohlhabende fliehen mit ihren Milliarden aus dem Bankensystem und dem Euro. Das zeigt eine Umfrage des Netzwerks Family Office Panel bei 60 Geldverwaltern für wohlhabende Familien, über die manager magazin exklusiv berichtet. Die Umfrage zeigt auch, wo die Superreichen statt dessen investieren.

Hamburg - "Hochvermögende entziehen den Banken systematisch Kapital", bilanziert Yvonne Brückner, die Gründerin des Netzwerks (www.fo-panel.de). Die Tendenz gehe dahin, Kapital aus Bankeinlagen, aber auch Geldmarktfonds und Anleihen abzuziehen. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (17. Mai) im Handel ist.

Der Grund für die Fluchtbewegung: "Viele Vermögende und Family Officer sind weder von einer gesicherten Stabilität des Finanzsystems noch von der Langlebigkeit des Euro überzeugt", sagt die Wirtschaftsprofessorin von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

Investitionen in Unternehmen, Immobilien und Agrarland

Die Strategie der Reichen laute stattdessen, direkt in produktive Sachwerte wie Unternehmen, Immobilien, Agrarland oder Forst zu investieren: 76 Prozent der Family Offices haben wachsendes Interesse an Direktinvestitionen. Bei 22 Prozent ist das Interesse unverändert und nur bei 2 Prozent rückläufig.

Investiert wurde in Immobilien (so 79 Prozent der Befragten), Unternehmen (69 Prozent) sowie Land und Forst (50 Prozent).

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