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28.03.2013
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Milliardenverluste
Immobilienkrise erfasst Spaniens Kleinbanken

Siedlung in Madrid: Immobilienkrise erreicht weitere Banken im Land
SPIEGEL ONLINE

Siedlung in Madrid: Immobilienkrise erreicht weitere Banken im Land

Die Schockwellen des geplatzten Immobilienbooms in Spanien erreichen die kleinen Geldhäuser. Dort, in den Provinzen, fordern sie jetzt hohe Verluste. Erstmals wagt sich aber auch eine zuvor mit EU-Hilfe gerettete und verstaatlichte spanische Bank zurück auf das Börsen-Parkett.

Madrid - Eine Riesensumme hat Spanien bereits von den europäischen Partnerstaaten zur Stabilisierung der Banken im Lande erhalten, bis zu 41 Milliarden Euro flossen so insgesamt in einer ersten Welle in das Finanzsystem der Iberer. Doch das scheint noch immer auf tönernden Füßen zu stehen, zu heftig sind die Folgen der geplatzten Immobilienblase in Spanien: Zehntausende Immobilienkredite brechen weg - und damit auch das Geld der Banken, das sie sonst beispielswesie zum Teil an Spaniens Unternehmen für Investitionen ausleihen könnten.

Jetzt wird offenbar: Wegen der Immobilienkrise in Spanien haben allein drei weitere kleine verstaatlichte Banken Verluste in Milliardenhöhe geschrieben. Bei der im Norden des Landes beheimateten Banco Ceiss betrug der Verlust im vergangenen Jahr 2,5 Milliarden Euro, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Bei BMN waren es 2,4 Milliarden Euro und bei Caja 3 eine Milliarde Euro - damit ist die Welle der Immobilienkreditprobleme nicht nur in den Provinzen Spaniens angekommen. Durch die Verstaatlichung drohen die weiteren Verluste auch indirekt auf die Staatsverschuldung Spaniens durchzuschlagen, sofern der spanische Staat auch die neuerlichen Defizite ausgleichen muss.

Eines der gestützten spanischen Banken wagt jetzt den Schritt zurück aus der staatlichen Stütze auf das Börsenparkett. Die Liberbank soll im Frühjahr an die Börse gehen, wie das Institut selbst mitteilte. 124 Millionen Euro hatte die Finanzspritze der EU für das Geldhaus betragen, das ebenfalls der geplatzten Immobilienblase in Spanien zum Opfer gefallen war. Der jetzige Börsengang war eine der Bedingungen für die EU-Hilfe.

Wie das Institut am Mittwoch mitteilte, werden die Papiere erstmals am 16. Mai gehandelt. Unklar war zunächst der Ausgabepreis. Spaniens Bankensanierungsfonds Frob hatte erklärt, das Institut sei 1,1 Milliarden Euro wert. Das würde 1,10 Euro je Anteilsschein entsprechen. Der Börsengang dürfte mit Spannung verfolgt werden.

kst/rtr/afp

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