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06.02.2013
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Libor-Betrug
615 Millionen Dollar Strafe für RBS

Hohe Strafe: Für die Royal Bank of Scotland wird der Libor-Skandal teuer
DPA

Hohe Strafe: Für die Royal Bank of Scotland wird der Libor-Skandal teuer

Erneut kommt die Manipulation des Libor-Zinssatzes eine europäische Großbank teuer zu stehen. Die Royal Bank of Scotland muss eine Strafe in Höhe von insgesamt 615 Millionen Dollar zahlen. Zudem müssen zwei Manager der Bank gehen.

London - Die Royal Bank of Scotland (RBS) Chart zeigen muss wegen jahrelanger Manipulationen des Interbanken-Zinssatzes Libor nach eigenen Angaben 615 Millionen Dollar (umgerechnet 450 Millionen Euro) Buße zahlen. Der Chef der Handelssparte, John Hourican, übernehme die Verantwortung für die Fehler des Managements und werde die RBS verlassen, erklärte das britische Geldhaus am Mittwoch. Zudem trete der Leiter des Marktteams Peter Nielsen von seinem Amt zurück.

Zwei Londoner Händler hätten bei den Manipulationen mit anderen Banken und Handelsfirmen zusammengewirkt. Insgesamt hätten 21 Mitarbeiter sich falsch verhalten. Die Verantwortlichen hätten die Bank verlassen. Die Untersuchungen hätten aber ergeben, dass der Bank selbst kein bewusstes Fehlverhalten vorzuwerfen sei. Die RBS werde rund 300 Millionen Pfund für die Zahlung der Strafen verwenden, die eigentlich als Boni für die Handelssparte vorgesehen waren. Die Bank ist nach Barclays und der UBS das dritte Institut, das die Vorwürfe gegen hohe Geldbußen beilegt.

Die US-Aufsichtsbehörde CFTC verhängte allein eine Strafe von 325 Millionen Dollar, weil die britische Bank nach ihren Erkenntnissen den Yen- und Franken-Libor mindestens von Mitte 2006 bis 2010 "hundertfach" mehr oder weniger erfolgreich durch ihre Meldungen gefälscht habe. Die Manipulationen in Büros rund um die Welt seien sogar weitergegangen, nachdem die Händler von der Aufnahme von Ermittlungen durch die CFTC erfahren hätten.

Die britische Marktaufsicht FSA verhängte eine Strafe von 87,5 Millionen Pfund gegen die RBS. Sie hat mindestens 219 unrichtige Libor-Meldungen ausgemacht. Die RBS habe die Meldungen von 2005 bis März 2012 unzureichend überwacht.

Die Zahlung der RBS ist bisher die zweithöchste Strafe im Zusammenhang mit den Libor-Ermittlungen. Spitzenreiter ist die Schweizer Großbank UBS Chart zeigen, die 940 Millionen Pfund bezahlt hatte. Die britische Barclays Chart zeigen berappte in gleicher Angelegenheit 290 Millionen Pfund. In Deutschland ermittelt die Bafin wegen der Libor-Manipulationen gegen die Deutsche Bank Chart zeigen.

Geringste Ausschläge beim Libor oder Euribor, zu deren Ermittlung wiederum die Banken selbst die wichtigsten Daten liefern, können Millionen Gewinn oder Verlust bringen. Die Referenzzinsen werden einmal am Tag von einem Verband ermittelt. Gerade dies ist umstritten. Experten fordern, dass die für viele Bankgeschäfte wichtigen Referenzzinsen von unabhängigen Stellen festgestellt werden sollten.

cr/dpa-afx/rtr

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