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05.02.2013
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Tiefrotes Jahr 2012
Schmerzhaftes Abspecken bei der UBS

Von Martin Hintze

UBS-Niederlassung in London: Die Schweizer Großbank erzielt hohe Verluste
REUTERS

UBS-Niederlassung in London: Die Schweizer Großbank erzielt hohe Verluste

Harte Zeiten für Europas Geldhäuser: Nach Deutscher Bank und Commerzbank meldet auch die Schweizer UBS einen Milliardenverlust im vierten Quartal. Doch im Gegensatz zur Konkurrenz könnten die Eidgenossen das Schlimmste bereits hinter sich haben.

Hamburg - Showdown am Paradeplatz in Zürich: In dieser Woche präsentieren die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse ihre Bilanzen. Selten zuvor dürften die benachbarten Rivalen dabei so weit voneinander entfernt sein. Das gilt nicht nur für die Erträge, sondern auch die strategische Ausrichtung der beiden Institute.

Den Anfang hat am heutigen Dienstag die UBS Chart zeigen gemacht - und sorgte direkt für einen Paukenschlag. Im vierten Quartal fiel ein Verlust von 1,89 Milliarden Schweizer Franken an an. Der Grund für das tiefrote Quartal liegt hauptsächlich bei hohen Kosten für verschiedene Rechtsstreitigkeiten. Allein die Verwicklung in den Libor-Skandal kostet die UBS insgesamt 1,4 Milliarden Franken.

Im Dezember hatte das Bankhaus mit den Aufsichtsbehörden in der Schweiz, den USA und Großbritannien einen Vergleich geschlossen und dabei so viel gezahlt, wie keine andere Bank zuvor. Zudem wirkt sich der Abbau von Arbeitsplätzen negativ auf die Bilanz aus.

Mit dem tiefroten Ergebnis befindet sich die UBS in trauriger Gesellschaft. Auch die Deutsche Bank Chart zeigen und die Commerzbank Chart zeigen gaben hohe Verluste im Schlussquartal bekannt. Allerdings: Für das Gesamtjahr verzeichneten die Konkurrenten aus Deutschland zwar einen herben Gewinneinbruch, beide blieben aber unter dem Strich in den schwarzen Zahlen.

Credit Suisse vertraut auf das Investmentbanking

Dagegen beläuft sich das Minus bei der UBS im Jahr 2012 auf 2,5 Milliarden Franken. Noch größer dürfte der Abstand zur Credit Suisse Chart zeigen ausfallen. Analysten zufolge wird die zweitgrößte Schweizer Bank am Donnerstag sogar einen Gewinn von 350 Millionen Franken im vierten Quartal und ein Plus von rund 1,5 Milliarden Franken für 2012 verbuchen.

Ist damit das Rennen der beiden Platzhirsche entschieden? Für das vergangene Jahr offenbar schon. Doch das könnte sich nach Ansicht von Experten bald ändern. Denn die Geldhäuser, deren Strategie jahrelang beinahe deckungsgleich war, haben sehr unterschiedliche Wege eingeschlagen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei das seit der Finanzkrise unter Druck geratene Investmentbanking.

Bestätigt durch die guten Ergebnisse aus den vergangenen Quartalen, will die Credit Suisse an dem risikoreichen Geschäft festhalten, auch wenn die Sparte personell Federn lassen muss. Ein Indiz dafür: Im November beförderte Credit Suisse den Anleiheexperten Gaël de Boissard zum Co-Chef der Investmentbank und gab ihm einen Platz im Vorstand. Wie die "Financial Times" (FT) berichtet, erzielte die Credit Suisse in den vergangenen vier Jahren allein im Anleihegeschäft 16 Milliarden Dollar mehr als die UBS. Die weltweit führenden Banken in diesem Geschäft, dazu zählen JP Morgan Chase Chart zeigen, Citigroup Chart zeigen und die Deutsche Bank, erzielen laut FT aber immer noch mehr als doppelt so viel Gewinn.

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