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04.02.2013
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Millionenverlust
Tiefrotes Schlussquartal für die Commerzbank

Schwächelndes Geschäft: Die Bank will bis zu 6000 Stellen streichen, vor allem im margenschwachen Geschäft mit Privatkunden
dapd

Schwächelndes Geschäft: Die Bank will bis zu 6000 Stellen streichen, vor allem im margenschwachen Geschäft mit Privatkunden

Erst die Deutsche Bank, nun die Commerzbank: Sonderbelastungen haben Deutschlands zweitgrößtes Geldinstitut im vierten Quartal tief in die Verlustzone getrieben. Für den Jahresanfang ist keine Besserung in Sicht.

Frankfurt am Main - Im vierten Quartal sei ein Verlust von rund 720 Millionen Euro angefallen, teilte die Commerzbank überraschend mit. Analysten hatten ein Minus von lediglich rund 560 Millionen Euro erwartet. Für das Gesamtjahr bleibt für den teilverstaatlichten Dax-Konzern nach vorläufigen Zahlen nur noch ein Mini-Gewinn von sechs (Vorjahr: 638) Millionen Euro.

Vor allem die Korrektur der Bilanzansätze für künftige Steuervorteile war für den Millionenverlust verantwortlich, hier reduzierte der Konzern die Erwartungen um 673 Millionen Euro nach unten. Denn einige Sparten der Bank werden nach den neuen Planungen vom September in den nächsten Jahren nicht mehr so viel Geld verdienen, dass die Commerzbank die Milliardenverluste vergangener Jahre beim Finanzamt in die Waagschale werfen kann.

"Die Abschreibungen stehen im Zusammenhang mit den niedrigeren Zielen, die wir für einige Einheiten gesetzt haben", erläuterte ein Sprecher. Die Bank hatte unter anderem beschlossen, das gewerbliche Immobilienfinanzierungs- und das Schiffskreditgeschäft einzustellen. Insgesamt 268 Millionen Euro kostete der Ausstieg bei der Bank Forum, die Ende Juli mit Verlust an die ukrainische Industrie-Holding Smart Group verkauft worden war.

Zinsen auf Staatshilfen sollen erstmals gezahlt werden

Das Ergebnis sollte nach Meinung der Commerzbank aber reichen, um zum ersten Mal nach vier Jahren die fälligen Zinsen auf die Staatshilfen zu zahlen. Die detaillierten Geschäftszahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr 2012 will die Bank wie geplant am 15. Februar veröffentlichen.

Für das erste Quartal 2013 erwartet das Institut weitere Belastungen: Für den geplanten Abbau von bis zu 6000 Stellen will die Commerzbank Chart zeigen eine halbe Milliarde Restrukturierungsaufwand verbuchen. Die Bank hatte Ende Januar angekündigt, dass sie bis 2016 zwischen 4000 und 6000 Vollzeitstellen streichen will.

Nach Gewerkschaftsangaben soll vor allem das Privatkundengeschäft stark beschnitten werden. Hier kämpft die Bank wie die Konkurrenz mit einem starken Wettbewerb und geringen Margen.

Erst vergangene Woche hatte Branchenführer Deutsche Bank ein Minus von 2,2 Milliarden Euro für das vierte Quartal des vergangenen Jahres vermeldet. Der Gewinn der Deutschen Bank im Gesamtjahr brach um 85 Prozent auf 611 Millionen Euro ein.

mg/dpa-afx/rtr/afp

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