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28.01.2013
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Euribor-Betrug
Bafin schickt Prüfer zu deutschen Banken

Bafin-Präsidentin Elke König: "Wir müssen am Ersatz des Systems arbeiten"
DPA

Bafin-Präsidentin Elke König: "Wir müssen am Ersatz des Systems arbeiten"

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin greift im Skandal um Zinsmanipulationen durch. Mit einer Sonderprüfung nimmt sie am Referenzzins Euribor beteiligte Banken unter die Lupe. Der europäische Satz steht ebenso unter Fälschungsverdacht wie der Londoner Libor.

Frankfurt am Main - Seit vergangenem Jahr liefen schon Sonderprüfungen bei mehreren deutschen Banken, die an der Ergebung des europäischen Referenzzinssatzes Euribor beteiligt seien, sagte ein Bafin-Sprecher am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir prüfen, wie sich die beteiligten Banken in diesem Bereich organisiert haben und ob sie eine angemessene Risikovorsorge getroffen haben."

Die Bafin nimmt seit Sommer letzten Jahres alle deutschen Banken unter die Lupe, die an der Festsetzung des Euribor beteiligt sind. Unter anderem mussten die Geldhäuser umfangreiche Fragenkataloge beantworten. Damit will die Aufsicht herausfinden, ob es Einfallstore für Manipulationen geben könnte. Dass sie dabei auch Sonderprüfungen vornimmt - das schärfste Schwert der Bafin - war bisher jedoch nicht bekannt. Bei einer Sonderprüfung schickt die Bafin eigene Prüfer oder externe Gutachter in die Geldhäuser, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Zur Zahl der betroffenen Banken und deren Namen wollte sich der Bafin-Sprecher nicht äußern. Weltweit stehen mehr als ein Dutzend Banken im Verdacht, Zinssätze zu ihren Gunsten manipuliert zu haben. Die Schweizer UBS Chart zeigen musste deswegen bereits mehr als eine Milliarde Euro an Strafe zahlen, die britische Barclays Chart zeigen etwa eine halbe Milliarde, deren Vorstandschef Bob Diamond trat zurück. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, dass es wegen der Euribor-Erhebung Sonderprüfungen bei der Deutschen Bank Chart zeigen, dem WestLB-Nachfolger Portigon und zwei weiteren deutschen Instituten gebe. Die beiden Häuser wollten sich dazu nicht äußern

Bei der Deutschen Bank läuft seit einiger Zeit eine Sonderprüfung wegen der Erhebung des Londoner Interbankenzinses Libor, unter anderem musste Co-Chef Anshu Jain Rede und Antwort stehen. Dabei wurde Finanzkreisen zufolge von Anfang auch die Euribor-Festsetzung beleuchtet. Bei Portigon läuft Finanzkreisen zufolge ebenfalls eine Sonderprüfung wegen der Libor-Festsetzung, an der das Vorgängerinstitut WestLB teilgenommen hatte. Es sei durchaus denkbar, dass dabei auch die Euribor-Festsetzung geprüft werde, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person.

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