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24.01.2013
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Versicherungskonzern
Allianz sperrt eigene Bank zu

Logo der Allianz-Versicherung: Die Assekuranz beendet ihren zweiten Ausflug ins Bankgeschäft
DPA

Logo der Allianz-Versicherung: Die Assekuranz beendet ihren zweiten Ausflug ins Bankgeschäft

Mit Banken hat die Allianz-Versicherung bisher vor allem Verluste produziert. Vor vier Jahren trennte sich der Konzern von seinem Milliardengrab Dresdner Bank. Der 2009 gegründeten Allianz-Bank zieht der Versicherer jetzt den Stecker - nach Millionenverlusten.

München - Vier Jahre nach dem Verkauf der Dresdner Bank beendet die Allianz-Versicherung auch ihren zweiten Ausflug ins Bankgeschäft und schließt die Allianz-Bank. Das erst 2009 gegründete Kreditinstitut schreibe weiterhin rote Zahlen und habe die Wachstumserwartungen nicht erfüllt, teilte die Allianz Deutschland AG Chart zeigen mit. Deshalb werde der Betrieb zum 30. Juni eingestellt.

Bundesweit fallen rund 450 Arbeitsplätze weg. Unter dem Strich summierten sich die Investitionen, aufgelaufenen Verluste und Abwicklungskosten auf rund 400 Millionen Euro netto, wie ein Sprecher in München sagte.

Die Allianz Deutschland hatte die Banktochter nach dem milliardenschweren Debakel mit der Dresdner Bank gegründet, um Kunden zu halten und auch anderen Versicherungskunden über die 9300 Allianz-Agenturen Bankkredite, Konten und Geldanlagen zu verkaufen. Das Allfinanz-Konzept sollte auch die Kundenbindung stärken. Aber es ging nicht auf, heute hat die Allianz-Bank nur noch 325 000 Kunden - weniger als beim Start.

"Unsere Erwartung, mit unserem Geschäftsmodell im hart umkämpften Privatkundengeschäft profitabel wachsen zu können, hat sich nicht erfüllt. Eine dauerhafte Trendwende ist aufgrund des anhaltend schwierigen Marktumfelds nicht in Sicht", sagte Allianz-Deutschland-Vorstand Andree Moschner. Die zum Allianz-Konzern gehörende Oldenburgische Landesbank (OLB) dagegen werde ihr erfolgreiches Geschäft als größte private Regionalbank fortsetzen. Sie hat in den vergangenen Jahren stets zweistellige Millionengewinne ausgewiesen.

Banken in Deutschland streichen tausende Stellen

Mit ihren Einsparungen und dem Wegfall von Arbeitsplätzen ist die Allianz in der Finanzbranche beileibe nicht alleine. Heute erst gab die Commerzbank die Streichung von konzernweit bis zu 6.000 Stellen bekannt, die HypoVereinsbank baut bis zu 600 Arbeitsplätze ab.

Die Entwicklung ist keine Überraschung. Seit der Krise müssen sich die Banken an das völlig veränderte Umfeld anpassen. Einige Geschäftsbereiche rentieren sich überhaupt nicht mehr und fallen weg, besonders im Investmentbanking. Die neuen Kapitalanforderungen nach der geplanten Richtlinie Basel III schränken ebenfalls die bisherigen Möglichkeiten der Banken ein, mit wenig Eigenkapital viel Geld zu verdienen.

wed/dpa/dapd

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