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24.01.2013
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Strategische Neuausrichtung
Commerzbank streicht bis zu 6000 Stellen

Umbauarbeiten: Die angeschlagene Bank will sich neu ausrichten
dapd

Umbauarbeiten: Die angeschlagene Bank will sich neu ausrichten

Gemunkelt wurde es schon länger, jetzt ist es offiziell: Die Commerzbank will in den kommenden zwei Jahren tausende Arbeitsplätze abbauen. Vor allem im Privatkundenbereich will die Bank deutlich kürzen. Anleger hatten sich ambitioniertere Ziele erhofft, die Aktie gibt nach.

Frankfurt am Main - Bei der Commerzbank ist jeder achte Arbeitsplatz in Gefahr. Personalchef Ulrich Sieber will in den nächsten vier Jahren 4000 bis 6000 der zuletzt 49.000 Vollzeitstellen im In- und Ausland streichen. Darüber hat Sieber den Gesamtbetriebsrat nun unterrichtet, wie die zweitgrößte deutsche Bank am Donnerstag bestätigte.

Die Pläne sind Teil eines milliardenschweren Sparprogramms, das die Bank im November vorgestellt hatte. "Wenn wir unsere Ertrags- und Wachstumsziele unter anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen erreichen wollen, sind Anpassungen der Personalstruktur notwendig", begründete Sieber das Vorhaben in einer Mitteilung im Intranet der Bank. Vor allem im Filialgeschäft, wo die Commerzbank seit langem kaum Geld verdient, gebe es deutliche Überkapazitäten. Kündigungen seien aber "immer das letzte Mittel", betonte Bereichsvorstand Albert Reicherzer.

Bei Arbeitnehmervertretern stieß das Streichkonzert in einer ersten Reaktion auf Widerstand. "Das ist ein Horrorkatalog, den sich der Betriebsrat anhören musste", sagte eine Person aus dem Umfeld des Gremiums. Die Einschnitte im Inlandsgeschäft seien größer als die Kürzungen nach der Fusion mit der Dresdner Bank vor vier Jahren. Damals hatte die Bank weltweit rund 9000 Arbeitsplätze gestrichen. "Das ist nicht verhandlungsfähig", sagte der Arbeitnehmervertreter. Nach dem Willen der Bank sollen die Verhandlungen im Februar beginnen. Ein Ende der Gespräche sei wegen der komplexen und vielfältigen Themen nicht abzusehen.

Längere Öffnungzeiten, flexiblere Mitarbeiter

Der tatsächliche Abbau dürfte noch höher ausfallen als die genannten 4000 bis 6000 Stellen. Zum einen beschäftigt die Bank viele Teilzeitkräfte, die sich einen Arbeitsplatz teilen. So zählte die Commerzbank Chart zeigen Ende September 56.000 Mitarbeiter.

Zum anderen ist ein punktueller Personalaufbau in Sparten wie der Mittelstandsbank in die Zahlen schon eingerechnet. Der Chef der Privatkundensparte, Martin Zielke, will die Öffnungszeiten der Filialen ausweiten. Zudem soll es künftig vier verschiedene Filialtypen geben, die Mitarbeiter sollen flexibel eingesetzt werden können. Zum Teil sollen sie laut Arbeitnehmervertretern auch auf Geld verzichten. Zielke hatte bereits signalisiert, je mehr die Arbeitnehmervertreter der Bank dabei entgegenkämen, desto geringer könne der Abbau ausfallen.

In den Zahlen enthalten ist auch der Schrumpfungsprozess der internen "Bad Bank", die das Schiffs- und Immobilienfinanzierungsgeschäft in den nächsten Jahren abwickeln soll und die allein mehr als 1000 Menschen beschäftigt. Zudem sollen bestimmte Aufgaben an Billigstandorte verlegt werden.

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