Donnerstag, 3. September 2015

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Stellenabbau 6000 Jobs bei Commerzbank in Gefahr

Commerzbank-Chef Martin Blessing: Auch "größere Einschnitte" möglich

Die angeschlagene Commerzbank will im Rahmen ihres Sparprogramms einem Bericht zufolge rund 6000 Jobs im Konzern streichen. Bankchef Martin Blessing hatte bereits Ende 2011 mitgeteilt, die Kosten senken zu wollen.

Frankfurt am Main - Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern über einen Abbau von bis zu 6000 Stellen sollten im Februar beginnen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires am Donnerstagabend unter Berufung auf Unternehmenskreise. Ein Commerzbank-Sprecher wollte den Bericht auf dapd-Anfrage nicht kommentieren.

Der Vorstandsvorsitzende der Bank, Martin Blessing, hatte bereits Anfang November bei der Vorstellung der neuen Strategie angekündigt, bis 2016 zwei Milliarden Euro investieren zu wollen und die Kosten zugleich unter der heutigen Marke von knapp 7,3 Milliarden Euro zu halten. Wie viele Stellen dabei wegfallen sollten, sagte Blessing damals nicht. "Klar ist aber, dass es hier durchaus auch zu größeren Einschnitten kommen wird", kündigte er an.

Zuletzt hatte Privatkundenvorstand Martin Zielke Anfang der Woche im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" den Druck auf die Arbeitnehmer für flexiblere Arbeitszeiten erhöht. "Je besser unser Angebot ist, je zufriedener unsere Kunden sind, umso stärker sind wir damit auf der Ertragsseite und umso weniger Personal müssen wir abbauen", sagte er dem Blatt.

Bis zum Sommer sollten die Gespräche mit dem Betriebsrat über Stellenabbau und Einsatzzeiten der Filialmitarbeiter abgeschlossen sein, hieß es dort.

la/dapd

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