Bankenmanager magazin RSS  - Banken

Alle Artikel und Hintergründe


18.01.2013
Twitter GooglePlus Facebook

Privatbank
Staatsanwaltschaft vor neuer Anklage im Fall Sal. Oppenheim

Von Sören Jensen

Matthias Graf von Krockow: Ex-Banker von Sal. Oppenheim im Visier der Staatsanwaltschaft
DPA

Matthias Graf von Krockow: Ex-Banker von Sal. Oppenheim im Visier der Staatsanwaltschaft

Die ehemaligen Leiter der Skandalbank Sal. Oppenheim müssen sich wohl einer neuen Anklage stellen. Ins Visier genommen hat die Staatsanwaltschaft Köln vor allem die Vergabe eines 350-Millionen-Euro-Kredits an die Strohmannfirma ADG, die das Darlehen an die Arcandor-Großaktionärin Madeleine Schickedanz weitergab.

Köln - Im Strafverfahren um den Beinahezusammenbruch der Privatbank Sal. Oppenheim wird die Staatsanwaltschaft Köln voraussichtlich in den kommenden Wochen eine weitere Anklage gegen die ehemaligen Bankiers unter Führung von Matthias Graf von Krockow und ihren einstigen Immobilienpartner Josef Esch erheben.

Wie das manager magazin in seiner am Freitag erscheinenden Februar-Ausgabe berichtet, geht es dabei wie in den ersten beiden Anklageschriften vermutlich erneut um Untreue in einem besonders schweren Fall beziehungsweise bei Esch um Beihilfe hierzu.

Zentraler Vorwurf wird nach Informationen aus Justizkreisen die 2005 erfolgte Vergabe eines 350-Millionen-Euro-Kredits an die Strohmannfirma ADG sein, die das Darlehen an die Arcandor-Großaktionärin Madeleine Schickedanz weitergab. Nach Ansicht der Strafverfolger hätte Sal. Oppenheim aus Gründen der Risikostreuung keinen Kredit mehr an Schickedanz vergeben dürfen, weil die Quelle-Erbin der Bank seinerzeit bereits 650 Millionen Euro schuldete.

ADG gehörte indirekt Esch und drei Organmitgliedern der Bank: Krockow, seinem damaligen Geschäftsführungskollegen Christopher von Oppenheim und dem früheren Aufsichtsratschef Georg Baron von Ullmann. Ullmann und Esch bestritten die Vorwürfe gegenüber manager magazin, die früheren Bankleiter äußerten sich nicht.

Die Zeit zur Fertigstellung der ADG-Anklageschrift drängt, weil die leitenden Oberstaatsanwälte vom 27. Februar an viel Zeit darauf verwenden müssen, die Anklage im ersten Strafprozess gegen die Bankiers und Esch vor der 16. Großen Strafkammer des Landgerichts Köln zu vertreten. Dabei geht es um drei Immobiliengeschäfte, mit denen die Bank angeblich um 150 Millionen Euro geschädigt wurde. Die Vorsitzende Richterin Sabine Grobecker hat für diesen Prozess bis Weihnachten 78 Verhandlungstage eingeplant. Nach Informationen von manager magazin wird der Fall ADG vermutlich nicht mit dem Ende Februar anlaufenden Verfahren verknüpft, sondern in einem separaten Prozess verhandelt.

Zur Startseite
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • deli.cio.us
  • Pinterest

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Milliardenrückzahlung
Bayern verdient prächtig an maroder BayernLB
Geld und Manager weg
Credit Suisse beglückt Hedgefonds-Manager mit Millionen-Fehlbuchung
Kauf von ABS-Papieren
EZB sucht Hilfe bei der Deutschen Bank
Rechtsvorstand Christian Sewing
Ein Mann für zehn (plus x) Großbaustellen

© manager magazin online 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH





Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?